Vorarlberg irrte sich monatelang bei PCR-Tests

Vorarlberg / 04.04.2021 • 14:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vorarlberg irrte sich monatelang bei PCR-Tests
APA

Ende März korrigierte das Land Vorarlberg die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests um 60 Prozent nach unten.

Bregenz Bis zum 26. März wurden in Vorarlberg 472.023 PCR-Tests und 865.407 Antigen-Tests durchgeführt. So zumindest die Meldung ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) des Gesundheitsministeriums. Am 27. März waren es dann plötzlich nur noch 195.074 PCR-Testungen, 1.001.845 Antigen-Tests. 276.949 PCR-Tests “verschwanden” über Nacht.

Die Korrektur wurde dadurch notwendig, dass man ursprünglich ein anderes Meldesystem anwandte. So vermeldete Vorarlberg bestätigte Infektionen und Verdachtsfälle. Daher wurden bei den PCR-Tests auch positive Antigen-Tests aus Arztpraxen hinzugezählt. Diese galten aus Sicht des Landes ebenfalls als bestätigte Testungen. Derzeit stellt Vorarlberg gänzlich auf das System der AGES um und unterscheidet rein nach PCR- und Antigen-Tests, unabhängig ob in Teststraßen oder Arztordinationen, ist die Erklärung aus dem Landhaus. Auffallend ist, dass im März Vorarlberg das einzige Bundesland war, das im EMS die Meldung nach unten korrigieren musste. Da die Zahl der PCR-Tests nun wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember ist, liegt nahe, dass Vorarlberg seit Herbst von Ärzten durchgeführte Antigentests bei den PCR-Tests hinzunahm.

Derzeit stellt das Land auch das eigene Corona-Dashboard um und will im Laufe der nächsten Tage die Zahl der PCR- und Antigen-Testungen separat aufführen. Für die Bewertung der Modellregion habe dieses Missverhältnis keinen Einfluss gehabt. Hier seien rein die Anzahl der tatsächlich positiv getesteten Personen, die Impfstatistik wie auch die Zahl der hospitalisierten Personen von Bedeutung, versichert das Land Vorarlberg.

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