Motorflieger durch Windböe in Wald geraten und überschlagen

Vorarlberg / 06.04.2021 • 11:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Motorflieger durch Windböe in Wald geraten und überschlagen
Der Vorarlberger Flieger der Marke “Katana” wurde von einer Windböe ergriffen und buchstäblich in ein Waldstück geschleudert. BFV REUTTE

37-jähriger Vorarlberger Flugschüler bei missglückter Landung in Tirol leicht verletzt.

Hohenems, Reutte Zu einer Flugzeughavarie mit relativ glimpflichem Ausgang kam es am Montagnachmittag auf dem Flugfeld Höfen im Tiroler Bezirk Reutte. Ein 37-jähriger Flugschüler aus Vorarlberg war mit seinem portugiesischen, in der Schweiz wohnhaften Fluglehrer vom Heimatflugplatz LOIH Hohenems zu einem Schulungsflug nach Tirol gestartet. Bei der Maschine handelt es sich laut Betriebsleiter Thomas Oberhauser (LOIH) um ein in Deutschland registriertes Kleinflugzeug der Marke „Katana“, die jedoch zu einer Vorarlberger Sportfliegergruppe gehört.

Durchgestartet

„Wie ich vom Flugfeld in Höfen erfahren konnte, wurde der Motorflieger bei einem ersten Landeversuch vom Piloten durchgestartet. Beim zweiten Landeanflug ist die Katana kurz vor dem Absetzen auf der Piste plötzlich von einer starken Windböe seitlich ergriffen worden“, sagte Oberhauser auf Anfrage der VN.

Dadurch kam es zu einem Kontrollverlust. Die Maschine geriet in eine Wald- und Gebüschlandschaft zwischen der Landebahn und dem Fluss Lech und überschlug sich dort. Der Portugiese und der Vorarlberger konnten sich anschließend selbst aus dem total beschädigten Fluggerät befreien. Der Pilot hatte zuvor noch sämtliche wichtigen Geräte im Cockpit ausgeschaltet.

Motorflieger durch Windböe in Wald geraten und überschlagen
Das total beschädigte Motorflugzeug wurde noch am Montagnachmittag mittels Lkw-Kran geborgen. BFV Reutte

Großalarm der Einsatzkräfte

Beide Insassen überstanden die Havarie mit leichten Verletzungen, wurden von der Rettung Reutte ins örtliche Bezirkskrankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Für die Einsatzkräfte vor Ort führte der Zwischenfall um 14.20 Uhr zu einem Großalarm. Im Einsatz standen insgesamt rund 80 Rettungskräfte der Feuerwehren von Höfen und Reutte, der Polizei und des Roten Kreuzes.