Betreiber wehrt sich gegen Zweitwohnsitzvorwurf

Vorarlberg / 12.04.2021 • 16:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Brunnenhof Resort Lech soll auf 4-Sterne-Superior bzw. 5-Sterne-Niveau geführt werden. Eine Nutzung der Appartements als Freizeitwohnsitz schließt der Betreiber aus. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Das Brunnenhof Resort Lech soll auf 4-Sterne-Superior bzw. 5-Sterne-Niveau geführt werden. Eine Nutzung der Appartements als Freizeitwohnsitz schließt der Betreiber aus. VN/Paulitsch

Gemeinde Lech ist Investorenmodell ein Dorn im Auge: Brunnenhof Resort werde korrekt geführt, entgegnet der Betreiber.

Lech In den letzten Wochen wurden ein halbes Dutzend Appartement-Verkäufe im Grundbuch eingetragen. Sie sind einem millionenschweren Investorenmodell zuzuordnen, das der Gemeinde ein Dorn im Auge ist. Die Mountain Residences GmbH hatte 2018 den Brunnenhof erworben, ihn zu einem Luxus-Appartementhotel umgebaut. Die 14 Wohneinheiten wurden um gesamt mehr als 32 Millionen Euro an betuchte internationale Investoren veräußert, die selbst mehrere Wochen im Jahr ihr Eigentum nutzen können. Im Gemeindeamt fürchtet man bei dieser Art Geschäftsmodell Zweitwohnsitze durch die Hintertüre. Ein Verdacht gegen den sich der Betreiber wehrt. Hier sei alles ordnungsgemäß abgewickelt worden. Es würden alle Gesetze penibel eingehalten. „Es geht um eine Veranlagung. Eine Nutzung als Freizeitwohnsitz ist expliziert ausgeschlossen“, so Geschäftsführer Marc de Vocht.

Bisher keine Hotelgäste

Die Appartements sind allesamt verkauft. Hotelgäste sah man bisher dennoch keine im Brunnenhof Resort Lech. Erklärt wird das seitens des Betreibers mit unglücklichen Umständen. So hätte die Anlage im Dezember 2019 fertiggestellt werden sollen. „Ein Großbrand in einer Tischlerei, der die gesamte Einrichtung und die Möbel zerstört hat, verzögerte den Zeitplan“, so de Vocht. Die Fertigstellung fiel mit November 2020 dann direkt in den Corona-Lockdown.
Es würden Häuser errichtet oder auch übernommen und umgewandelt und diese stünden dann oft leer, kritisierte der Lecher Bürgermeister Stefan Jochum diese Art Investorenmodell in den VN.

Korrekte Nutzung

Für das Brunnenhof Resort verspricht der Immobilienentwickler eine korrekte Nutzung. Man habe einen Hotelbetreiber mit an Bord, der das Haus auf 4-Sterne-Superior bzw. 5-Sterne-Niveau führen werde.
De Vocht ist in Vorarlberg mit der Mountain Residences über deren Pure Resorts auch in Warth und bald in Schruns aktiv. Weitere Engagements, etwa als Resortbetreiber, schließt er nicht aus.

Marc de Vocht ärgert sich über die Verdächtigung, dass das Brunnenhof Resort Lech als Freizeitwohnsitz genutzt werden könnte. <span class="copyright">Moutain Residences</span>
Marc de Vocht ärgert sich über die Verdächtigung, dass das Brunnenhof Resort Lech als Freizeitwohnsitz genutzt werden könnte. Moutain Residences