Vorhang auf und Bühne frei im Alten Kino Rankweil

Vorarlberg / 12.04.2021 • 16:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Philipp Linng, Evelyn Fink und Matthias Härtel brachten bekannte Vorarlberger Melodien und internationale Coversongs mit. <span class="copyright">Egle</span>
Philipp Linng, Evelyn Fink und Matthias Härtel brachten bekannte Vorarlberger Melodien und internationale Coversongs mit. Egle

Comeback-Konzert mit „finklinggs“ nach zwangsbedingter Pause.

Rankweil Lange war es leise in und rund um den Rankweiler Kultur- und Kleinkunsttempel „Altes Kino“ in der Bahnhofstraße. Die letzte Veranstaltung datiert zurück auf Oktober 2020, ein reguläres Programm liegt schon über ein Jahr zurück. Ganz im Sinne von Ostern schreibt man nun auf der Homepage sogar davon, dass „Auferstehungen in dieser Zeit ja durchaus modern seien und vom größten Comeback seit Lazarus, nach einer Phase kultureller Sahel-Zone.“

Traditionelles neu interpretiert

Zur Rückkehr der Kultur in Rankweil gastierten dann am Wochen­ende mit der Formation „finklinggs“ alte Bekannte. Angeführt von den beiden herausragenden Stimmen Evelyn Fink und Philipp Lingg gab es beste Bregenzerwälder Musik- und Liedtradition aus der Sichtweise der großen Welt. Die moderne Auslegung beweist, dass Volksmusik nicht langweilig und altbacken sein muss, sondern in neu intonierter Art und Weise Jung und Alt begeistern kann. Ergänzt durch Matthias Härtel an Bass und Mikro gab es dann im Alten Kino bekannte Vorarlberger Melodien, aber auch Coverversionen internationaler Hits.

Die Besucher waren auf jedenfalls trotz aller Vorschriften, die von allen Seiten vorbildhaft eingehalten wurden, von diesem kleinen Stück zurückkehrender Normalität gefühlsmäßig in neue Sphären versetzt. Dies war auch in den Kommentaren nach dem Konzert zu spüren. So sprach man vom neuen Begreifen des Live-Erlebnisses und dem wunderbaren Gefühl, an nichts denken zu müssen, sondern einfach nur zu genießen. Eine andere Besucherin beschrieb dann ihr Kribbeln in der Seele und in den Ohren und dem totalen Glücksgefühl. Einzig vermisst wurde seitens der Besucher die Möglichkeit des Mitsingens, aber man ist optimistisch, dass auch dies bald wieder kommen werde.

Die Freude des Publikums war auch für die Musiker spürbar, bei denen laut eigener Aussage ähnliche Gefühle mitschwangen. Sänger Philipp Lingg sah den den Ausgangsbeschränkungen geschuldeten frühen Beginn des Konzerts um 18 Uhr dann auch ganz humorvoll pragmatisch: „Das sind unbekannte, ja musikerfreundliche Beginnzeiten.“ CEG