Initiative für Kunst im öffentlichen Raum

Vorarlberg / 20.04.2021 • 16:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Evelyne Fricker (v.l.), Bettina Bohne und Benny Gleeson in der Kunstvitrine im Hatlerdorf.<span class="copyright">ERH</span>
Evelyne Fricker (v.l.), Bettina Bohne und Benny Gleeson in der Kunstvitrine im Hatlerdorf.ERH

Vitrine als Miniausstellungsort für Dornbirns Künstler.

Dornbirn Immerhin ist die Vitrine an der Hatlerstraße so groß, dass darin mehrere Erwachsene Platz finden. Also sind die Initiatoren aus dem Kreis von Dornbirns Kunstschaffenden überzeugt davon, dass sich auch ihre Werke darin trefflich präsentieren lassen.

Wie die Idee entstand, erzählten der VN-Heimat Benny Gleeson, Bettina Bohne und Evelyne Fricker, die auch für weitere Künstlerinnen und Künstler aus dem bildenden oder angewandten Bereich sprachen. Als unmittelbaren Grund gaben sie an, dass das beliebte Format Offenraum, organisiert von der Kulturabteilung der Stadt Dornbirn, in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen muss. Sie hatten zuletzt im Jahr 2019 anlässlich der gemeinsamen Aktion die Türen ihrer Ateliers für das Publikum geöffnet. Dieser für beide Seiten befruchtende Austausch sollte im kommenden Mai erneut stattfinden.

Roland Jörg, Leiter der Kulturabteilung, bedauerte auf Anfrage ebenfalls, dass Offenraum dieses Jahr ausfällt, lautet doch seine Devise, dass „die Kunst von der Begegnung und vom Austausch lebt“. Die aus der Not geborene Aktion Kunstvitrine begrüßt Jörg. Weiteren Initiativen der Künstlerschaft stehen er und die Stadt ebenfalls positiv gegenüber. Dies vor allem dann, wenn ein Verein die Ziele formuliere und deren Umsetzung garantiere.

Kunst im (halb)öffentlichen Raum

An einer der Hauptschlagadern des motorisierten Verkehrs soll es künftig etwas weniger lautstark zugehen. Das verspricht man sich von der neuen Lastenstraße und dem Autobahnanschluss Rheintal Mitte. Diese Perspektive kommt gerade recht, um den bestehenden Schaukasten vor dem Haus Hatlerstraße 10 – gegenüber Hotel Bischof – mit Kunstwerken zu bespielen. „Uns geht es vor allem darum, den Menschen entgegenzukommen und den Kreis der kunstaffinen Bewohner unserer Stadt auf unkomplizierte Weise zu erweitern“, sagt Bettina Bohne. „Oft ist die Schwellenangst ein Hindernis, das man so ganz einfach abbauen kann“, ergänzt Evelyne Fricker.

„Aufwärmrunde“ im Mai

Innerhalb der Künstlerschaft stießen die vorgenannten Initiatoren mit ihrer Idee auf erfreulich großes Echo. „Sozusagen als Aufwärmrunde im Mai werden wir eine Gruppenausstellung mit kleinen Formaten voranstellen“, informiert Gleeson. Mit dabei sind Evelyne Fricker, Marco Spitzar, Eva Moosbrugger, Brigitte Jochum, Peter Wehinger sowie Bettina Bohne. Es folgen Einzelausstellungen im monatlichen Wechsel, die für dieses Jahr bereits ausgebucht sind. Die Bevölkerung ist zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 28. April um 18 Uhr eingeladen. ERH

„Uns geht es darum, den Kreis der kunstaffinen Bewohner unserer Stadt zu erweitern.“