Zentrumsbau – Sachverständiger hatte keine Einwände gegen die Höhe

Vorarlberg / 30.04.2021 • 05:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zentrumsbau  - Sachverständiger hatte keine Einwände gegen die Höhe
Die Gebäudehöhe des neuen Gemeindezentrums, hier im Modell, wurde von von Amtssachverständigem als vertretbar eingestuft.  DORNER/MATT

Umsetzung des Lecher Großprojekts läuft auf Hochtouren.

Lech Die Errichtung des neuen Gemeindezentrums in Lech am Arlberg, dessen Baukosten mit rund 40 Millionen Euro beziffert werden, ist am 6. April wieder voll angelaufen. Im Vorfeld der Umsetzung der dritten Bauphase war es auch vor dem Hintergrund coronabedingt ausgefallener Steuereinnahmen wegen geschlossener Hotels zu teilweise heftig geführten Diskussionen rund die Höhe der Gebäude gekommen. Auch Gemeindevertreter stuften die Gebäude als zu hoch ein und erhoben die Forderung, die Pläne einer Redimensionierung zu unterziehen und um ein Stockwerk kleiner zu bauen. In der Gemeindestube fand sich dafür allerdings keine Mehrheit.

Höhe behördlich abgesegnet

Arbeiten zur Errichtung des Zentrumsbaus in Lech laufen seit ­Wochen wieder auf Hochtouren.  <span class="copyright">Gemeinde</span>
Arbeiten zur Errichtung des Zentrumsbaus in Lech laufen seit ­Wochen wieder auf Hochtouren.  Gemeinde

Nun sind vergleichsweise bescheidene Verkleinerungen wie die Neustrukturierung der Dachfläche vorgesehen. Wirft man einen Blick in die Abwicklung des Bauverfahrens zum Großbau in Lech, so hatte auch der zuständige Sachverständige keine Einwände gegen die Höhe. Das Ganze war von allem Anfang an behördlich genehmigt. „Diese Frage war Teil des Bewilligungsverfahrens durch die Bezirkshauptmannschaft Bludenz,“ heißt es dazu aus dem Büro von Landesrat Marco Tittler (VP). Dabei habe der Sachverständige für Raumplanung, Landschaftsschutz und Baugestaltung in seinem Gutachten die Höhe der beiden Gebäude „als nachvollziehbar und vertretbar eingestuft“.

„Trotz schwierigem Rohstoffmarkt befindet sich das Projekt exakt im Budgetplan.“

Michael Haßler, Projektleiter und Baumeister

Bislang zwölf Millionen investiert

Auf der Baustelle selbst herrscht wieder Hochbetrieb. Rund 30 Mitarbeiter unterschiedlicher Firmen und das Team von Generalplaner Christian Matt und Projektleiter Michael Haßler treiben das Vorhaben voran. Bis dato flossen zwölf Millionen Euro in den Bau, in der laufenden Bauphase werde man weitere sechs Millionen investieren, rechnet Haßler im Gespräch mit den VN vor und betont gleichzeitig, „dass sich das Vorhaben trotz einer derzeit schwierigen Situation am Rohstoffmarkt exakt im Kosten- und Terminplan befindet“. Bis Ende November dieses Jahres will Haßler die beiden Rohbauten sowie ein Fassadengerüst fertiggestellt haben. Dann folgen die nächsten zwei Bauphasen, mit der Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums rechnet der Baumeister im November 2023.

Rohbauten sollen noch heuer fertiggestellt sein.  <span class="copyright">Gemeinde</span>
Rohbauten sollen noch heuer fertiggestellt sein.  Gemeinde