Erfolgreicher Durchschlag beim Kraftabstieg für das Rodundwerk I

Latschau Exakt ein Jahr nach dem Baustart und unter strengsten Auflagen feierten am Dienstag, 4. Mai, die Mineure und beteiligten Projektmitglieder der ausführenden Baufirma G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H. sowie der illwerke vkw AG einen wesentlichen Projektmeilenstein bei der Errichtung eines neuen Kraftabstiegs für das Rodundwerk I.
Die Tunnelbohrmaschine „Serafina“ brach den neuen Schrägschacht des Kraftwerks Rodundwerk I erfolgreich aus und schaffte den Durchschlag im Baubereich Latschau. Zwischen der Schachtfuß- und der Schachtkopfkaverne hat die TBM dabei rund 440 Meter zurückgelegt und auf ihrer Reise auch die eine oder andere geologische Störung überwunden. Bereits im vergangenen Baujahr wurden der Zugangsstollen Latschau und rund 250 Meter des oberen Druckstollens ausgebrochen.
Bevor die Tunnelbohrmaschine „Serafina“ im Februar den 36 Grad steilen Druckschacht auffahren konnte, musste sie im Zugangsstollen Rodund und in der unteren Flachstrecke circa 220 Vortriebsmeter zurücklegen. Für den steilen Vortrieb musste sie umgebaut werden. Währenddessen wurden beide Stollen im zyklischen Sprengvortrieb auf ein befahrbares Hufeisenprofil aufgeweitet. „Serafina“ wird nach ersten Demontagearbeiten den Druckschacht wieder zurück nach Rodund passieren.
Im Sommer beginnen die Arbeiter bereits damit, den Druckschacht und die untere Flachstrecke mit einer Stahlpanzerung auszukleiden sowie im Bereich Rodund die neue Verteilrohrleitung zu errichten. Der Lückenschluss im Bereich Latschau – und damit der Anschluss an die bestehenden Anlagenteile – erfolgt im Rahmen einer umfangreichen Werkssperre 2023.