Grüne Lunge als Treff für Jung und Alt

Spatenstich zum Gartenprojekt der Offenen Jugendarbeit Altach.
Altach Der eigene Garten als Möglichkeit zur Entfaltung bzw. Freizeitgestaltung, als Quelle für eigene biologisch erzeugte Lebensmittel und auch als Stück Natur für Menschen, Tiere und Insekten – dies sind nur einige wenige Facetten, die dieses Kulturgut beschreiben. War früher der Garten absolute Lebensgrundlage für Generationen, ist er heute mehr ein Ort für Freizeitvergnügen und Hobby. Zwar hat sich die Funktion verändert, an Bedeutung hat der Garten aber nie verloren. Gerade heute, in diesen ungewohnten Zeiten, hat er vielerorts nochmal an Wertschätzung gewonnen.
Den Garten als Lebens- und Lernort in den öffentlichen Raum zu bringen und zu beleben ist nun Ziel des Projekts „Ab ins Beet“ von Thomas Besch, Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit Altach. Auserkoren hat der Projektleiter die kleine Naturoase hinter dem Sozialzentrum, die schon bisher von Jugendlichen, aber auch Bewohnern des Pflegeheims gerne genutzt worden ist. Hier werden nun in den kommenden Wochen rollstuhlgerechte Hochbeete, eine Igelburg sowie ein Angebot für Wildbienen geschaffen. Die Beete werden in Folge mit heimischen Kräutern, Beeren und Gemüse bepflanzt. Die Vorarbeiten werden von den Besuchern des Jugendtreffs BackUp#1 und der benachbarten Volksschule übernommen, bepflanzt wird dann gemeinsam mit den Bewohnern des Sozialzentrums.
Verknüpfung der Generationen
Initiator Besch erhofft sich so mehrere Effekte: Zum einen möchte er die Jugendlichen von der digitalen wieder ein Stück in die reale Welt führen. Die Zucht von Pflanzen und Gemüse erfordert Geduld, Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit, womit eine Entschleunigung vom Alltag und eine Verbindlichkeit bei den Jugendlichen erreicht werden soll. Mit der generationenübergreifenden Komponente möchte Besch, so wie die Pflanzen selbst, den gegenseitigen Respekt und das Miteinander wachsen sehen. Durch die Verknüpfung der verschiedenen Generationen soll ein wechselseitiger Lernprozess erreicht, die jeweiligen Stärken vertieft und der Respekt untereinander vermehrt werden. Von zentraler Bedeutung ist auch der ökologische Aspekt. Stichworte wie Umweltschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit sollen sich in den Köpfen der Teilnehmer manifestieren. Nicht zuletzt soll mit dem Projekt eine öffentlich positive Wahrnehmung erreicht und das positive Image der Jugendarbeit weiter verstärkt werden. Dies alles, wohlgemerkt, mit einem äußerst bescheidenen Budget.


Im Rahmen eines Spatenstichs vor Ort unter der Anwesenheit von Vizebürgermeisterin Susanne Knünz-Kopf, Sozialzentrum-Geschäftsführer Christoph Sutter, OJA-Leiterin Nicole Beck, Pflegedienstleiterin Eva Maria van Rooijen, der Kooperationspartnerin des Pflegebereichs Birgit Drexel sowie Jugendlichen und Bewohnern des Pflegeheims fiel nun der Startschuss für die Umsetzung. Projektleiter Besch erläuterte die Ziele seines „Pflänzchens“, das mit der Hilfe aller in den kommenden Wochen und Monaten zum Blühen und Gedeihen gebracht werden soll. Gemäß dem Zeitplan folgt auf den Bau der Gartenanlage, die Anzucht und Pflege letztlich im Spätsommer und Herbst die Ernte, welche mit einem Erntedankfest der Generationen begangen werden soll. CEG