„Die Orgel hat mich immer schon interessiert“

Vorarlberg / 16.07.2021 • 15:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Bucher Florian Tomasini stelle kürzlich das Erlernte an der Orgel unter Beweis. <span class="copyright">mst</span>
Der Bucher Florian Tomasini stelle kürzlich das Erlernte an der Orgel unter Beweis. mst

Vielversprechendes Debüt von Florian Tomasini in der Pfarrkirche Buch.

Buch Eine seltene Premiere erlebten die Gottesdienstbesucher im Juni in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Buch. Selten deshalb, weil nach dem Tod von Otmar Eberle 2016 kein Bucher mehr für das große Musikinstrument zur Verfügung stand. Eberle praktizierte das Handwerk des Orgelspiels rund 65 Jahre. Übrigens, das Orgelwerk in der Kirche der Berggemeinde, es umfasst zwölf Register mit gesamt 732 Pfeifen, stammt aus dem Jahr 1983.

Seit vergangenem Herbst hat es sich Florian Tomasini nun zur Aufgabe gemacht, ein besonderes „Handwerk“ zu erlernen. „Die Orgel hat mich immer schon interessiert. Das Instrument ist sehr vielseitig. Sie kann leise erklingen oder den Klangraum Kirche ordentlich mit Leben erfüllen“, so der Bucher. Die Coronazeit hat Tomasini auch dazu genutzt, seine musikalische Ader auszubauen. Seit vergangenem September nimmt er Orgelstunden, während zwei Jahre zuvor das Klavierspielen speziell im Fokus stand.

Orgel statt Musikprobe

Während die Orgelstunden in der Praxis in der Schwarzacher Kirche abgehalten werden, versuchte sich der 23-Jährige sozusagen auf Probe auch schon in seiner Heimatgemeinde.

Im vergangenen Herbst war dies aufgrund der Covid-Schutzmaßnahmen für den Hornisten des örtlichen Musikvereins gewiss eine Abwechslung. „Nachdem die gemeinsamen Musikproben ins Wasser fielen, haben sich für mich andere Möglichkeiten ergeben“, so Tomasini.

Schon zu diesem Zeitpunkt fand seine neue Leidenschaft bei den Passanten, die sich im Dorfzentrum aufhielten, wenngleich noch mit den damaligen Einschränkungen außerhalb der Kirchenmauern, durchaus Gehör.

Klangerlebnis

Anfang Juni und beim zuletzt stattgefundenen Patrozinium gab der ehemalige Militärmusiker sein Debüt, sozusagen als Heimspiel, in der Bucher Pfarrkirche. Die Anwesenden, darunter Seelsorger Pfarrer Marius Dumea, zeigten sich von den ersten offiziellen Darbietungen des Nachwuchstalents beeindruckt und honorierten das vielversprechende Klangerlebnis mit regem Applaus. „Ich kann mir die Aufgabe des Organisten zu markanten Anlassen vorstellen, wenn die Ausbildung dann abgeschlossen ist“, blickt Tomasini in eine durchaus musikalische Zukunft. mst