Corona-Infizierter in Lustenauer “Sender”-Lokal – Betreiber verteidigt Kontrollen

Vorarlberg / 16.07.2021 • 11:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona-Infizierter in Lustenauer "Sender"-Lokal - Betreiber verteidigt Kontrollen
SYMBOLBILD AFP

Land geht von rund 370 Kontaktpersonen aus – Wer von Samstag (10. Juli) auf Sonntag (11. Juli) die Lokalität besucht hat, soll sich im Internet als Kontaktpersonen melden.

Lustenau, Bregenz Nachdem sich im Lustenauer Nachtlokal “Sender” von Samstag (10. Juli) auf Sonntag (11. Juli) eine mit Corona infizierte Person aufgehalten hat, wenden sich die Vorarlberger Gesundheitsbehörden mit dem dringenden Aufruf an alle anderen Gäste in diesem Zeitraum, sich als Kontaktperson zu melden. Das ist im Internet auf der Seite www.vorarlberg.at/coronakontakt möglich. Im Falle der infizierten Person sei die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, geben Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher und der Leiter des Infektionsteams, Herbert Vith, bekannt.

Aufgrund der bekannten Registrierungen geht man von 350 bis 370 Gäste aus, hinzu kommen jene, die auf die Registrierung eventuell vergessen haben. Es sei wichtig, jetzt schnell zu handeln, damit das gesundheitliche Risiko so gering wie möglich gehalten werden kann und weitere COVID-19-Ansteckungen verhindert werden, betont der Sanitätsdirektor: “Alle Personen, auch wenn sie sich in der Lokalität vielleicht gar nicht registriert haben, werden dringend ersucht, sich im Internet als Kontaktperson zu melden – auch dann, wenn bisher keine Symptome aufgetreten sind”.

Das entsprechende Formular ist im Internet unter www.vorarlberg.at/coronakontakt abrufbar. In weiterer Folge kann eine PCR-Testung vereinbart werden, erläutert Herbert Vith das Prozedere. Daneben steht auch die Nummer +43 (0)5574/511-28007 zur Verfügung, um direkt mit dem Infektionsteam des Landes in Verbindung zu treten.

“Sender” betont verantwortungsvolles Vorgehen

Geschäftsführer Veli Fidan erklärt, dass man vom Land über den Infektionsfall informiert wurde. Die betreffende Person sei vor zwei Tagen unter anderem auch im “Sender” zu Gast gewesen. “Wo genau die Ansteckung erfolgte, ist zur Zeit jedoch noch nicht klar, wir wünschen der betreffenden Person auf diesem Weg aber nur das Beste”, betont Fidan. Er betont, dass trotz aller Auflagen das Risiko nie ganz auszuschließen sei.

Derzeit könne man nur sagen, dass man die Angelegenheit wie auch die Kontrollpflichten und Auflagen sehr ernst nehme. “Auch der Nachweis der 3G-Regel wird daher bei allen unseren Gäste ganz genau und streng kontrolliert”, betont Fidan. “Wir bedanken uns daher gleichzeitig bei unseren Gästen für ihre Geduld, wenn es dadurch beim Eingang zum Club auch mal zu längeren Wartezeiten als üblich kommt.”

(VLK, Redaktion)