Die unsicheren Zeiten sind vorbei

Vorarlberg / 04.08.2021 • 18:37 Uhr
Abdullah Farahmand darf sich freuen. Jetzt ist die Meisterprüfung in Zerspanungstechnik in greifbare Nähe gerückt.vn/sams
Abdullah Farahmand darf sich freuen. Jetzt ist die Meisterprüfung in Zerspanungstechnik in greifbare Nähe gerückt.vn/sams

Abdullah Fahrahmand erhielt endlich definitiven Aufenthaltstitel.

Dornbirn Vor rund sechs Jahren kam Abdullah Farahmand (22) nach Vorarlberg. Der Afghane war aufgrund der unruhigen politischen Verhältnisse aus seinem Heimatland geflohen. Allein hatte er sich auf die gefährliche Reise in ein besseres Leben gemacht und in Vorarlberg einen Neuanfang versucht. Lange schwebte das Damoklesschwert der Abschiebung über dem jungen Mann. Nun sind die unsicheren Zeiten für Abdullah vorbei. Unlängst sprach ihm der Verwaltungsgerichtshof ein Aufenthaltsrecht zu. Das bedarf zwar jährlich einer Verlängerung, aber er kann nicht mehr abgeschoben werden. Abdullah Fahramand atmet auf: „Ich bin so froh, dass die Verhandlung in Wien gut ausgegangen ist“, sagt er und möchte sich bei allen bedanken, die ihn unterstützt haben.

Blick nach vorne

Jetzt blickt Abdullah nach vorne und in eine Zukunft, die für ihn in Vorarlberg liegt. Wie berichtet, hat er seine Lehre als Zerspanungstechniker bei der Firma Meusburger in Wolfurt kurz vor der entscheidenden Verhandlung mit gutem Erfolg abgeschlossen. Es gab auch bereits die Zusage für einen befristeten Arbeitsvertrag. Den hat er nun in der Tasche. „Es ist toll, dass Abdullah einen definitiven Aufenthaltstitel erhalten hat. Er hat es wirklich verdient, denn er hat bewiesen, was mit Wille alles möglich ist“, freut sich Ausbilder Peter Willam, dass ihm Abdullah erhalten bleibt. „Wer weiß, vielleicht beginnt er bald mit der Meisterprüfung“, merkt er noch vielsagend an. Sie ist nämlich das nächste Ziel, das der junge Mann anstrebt. Dass ihn Willam auch auf diesem Weg begleiten wird, steht ebenfalls schon fest.

Verlobt und bald verheiratet

Gut stehen die Sterne für Abdullah Farahmand auch auf persönlicher Ebene. Er hat sich zwischenzeitlich mit einer Landsfrau verlobt und wird bald heiraten. „Ich bin sehr glücklich“, sagt er. Zu diesem Glück beigetragen hat, dass der Verwaltungsrichter das Bemühen von Abdullah, sich zu integrieren, anerkannte und sogar von einem mustergültigen Beispiel von Integration sprach. Tatsächlich versuchte Abdullah, rasch selbstständig zu werden. Er lernte Deutsch, besuchte die Handelsakademie in Feldkirch, organisierte eine Wohnung und erfüllte sich mit der Lehre bei Meusburger seinen Berufswunsch. Und: Endlich kann er unbeschwert und ohne Angst vor Abschiebung mit seinen Freunden Fußball spielen.