Die Senderbrücke steht vor dem Comeback

Eine Ertüchtigung scheint derzeit am wahrscheinlichsten.
Lauterach, Dornbirn In den zuständigen Büros der Landesstraßenbauabteilung laufen die Rechner derzeit heiß. Grund dafür ist die Senderbücke und die Frage, ob es möglich ist, die denkmalgeschützte Brücke so weit zu ertüchtigen, dass Autos und Motorräder zumindest eine Zeit lang wieder drüberfahren können. „Unser Ziel ist es, die Verbindung möglichst im Herbst dieses Jahres wieder für den Verkehr freizugeben. Im bisherigen Ausmaß, also mit der bisherigen Gewichtsbeschränkung, der bisherigen Geschwindigkeitsbeschränkung und der bisherigen Höhenbeschränkung“, erläutert Abteilungsvorstand Gerhard Schnitzer.
Der Übergang über die Dornbirner Ach musste vor zwei Wochen aus Sicherheitsgründen praktisch von jetzt auf gleich gesperrt werden (die VN berichteten). Der externe Prüfer hatte bei einer Kontrolle festgestellt, dass aufgrund der zahlreichen Anfahrschäden Gefahr in Verzug ist und eine Aufrechterhaltung des Verkehrs nicht mehr zu vertreten ist. Seither dürfen nur noch Radfahrer und Fußgänger die Holzbrücke benutzen.
Mehrere Varianten

Derzeit werden laut Schnitzer mehrere Varianten geprüft. „Die vielversprechendste ist, die bestehende Senderbücke zu ertüchtigen, damit wir sie wieder für den Verkehr freigegeben können, bis das ursprünglich geplante Projekt umgesetzt ist“, führt er aus. Das Projekt, an dem schon seit einigen Jahren gearbeitet wird, sieht vor, die bestehenden Senderbücke für Radfahrer und Fußgänger zu erhalten und daneben, flussaufwärts, eine Behelfsbrücke zu errichten. „Eine Behelfsbrücke deshalb, weil wir im Zusammenhang mit der S18 einfach noch nicht wissen, wann da weniger Verkehr oben sein wird“, begründet der Straßenbauchef. Die Grundablösen seien bereits abgeschlossen, das Genehmigungsverfahren befindet sich in der Endphase.
„Ziel ist es, die Verbindung möglichst im Herbst wieder für den Verkehr freizugeben.“
Gerhard Schnitzer, Leiter Abteilung Straßenbau
Schnitzer rechnet damit, dass im Laufe der nächsten Woche feststeht, was gemacht werden kann. Da die Brücke unter Denkmalschutz steht, müssen die Maßnahmen auch mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt werden. Sollte man wider Erwarten zu dem Ergebnis kommen, dass eine Ertüchtigung nicht möglich ist, gibt es einen Plan B und einen Plan C. „Plan B ist, die bestehende Brücke abzutragen und an der Stelle eine Behelfsbrücke einzusetzen. Plan C, die Umsetzung des ursprünglichen Projekts so weit zu beschleunigen, dass man spätestens Mitte nächsten Jahres drüberfahren kann“, ergänzt Gerhard Schnitzer. VN-GER
