Naherholungsgebiet gemeinsam gestalten

Erster Bevölkerungsworkshop zum Nutzungskonzept des Kummenbergs.
Koblach In der Koblacher DorfMitte fand vergangene Woche der erste Bevölkerungsworkshop der Region amKumma zum künftigen Nutzungskonzept des Kummenbergs statt. Rund 40 Personen mit den unterschiedlichsten Zugängen zum Thema Kummenberg waren bei diesem öffentlichen Workshop mit dabei.
Das Team des Innsbrucker Kreativ- & Planungsbüros max2 – sign & design begleitet den Prozess unter der Federführung der Raumplanung amKumma. Dem Workshop ging eine Umfrage voraus, die mit über 900 gültig ausgefüllten Fragebögen eine solide Datengrundlage darüber liefert, welche Nutzergruppen sich wie oft auf dem namensgebenden Berg der Region amKumma bewegen. Anlass für die Erstellung eines Konzepts für die künftige Entwicklung des Naherholungsgebiets sind der stetig wachsende Nutzungsdruck und der Wildwuchs an Durchwegung auf dem Kummenberg. Dieser hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die eine Kanalisierung der Besuchergruppen für ein gutes Mit- und Nebeneinander erforderlich machen.
In Dreiergruppen Lösungen finden
In drei Gruppen wurde über Lösungen für Spaziergänger mit Hunden, Wanderer, Radfahrer und Reiter diskutiert. Unisono betonten die Teilnehmer, dass bei aller Nutzung durch den Menschen der Raum für die Natur nicht außer Acht gelassen werden darf. Grundlegend herrschte Einigkeit darüber, dass ein Zusammenleben und Miteinander von verschiedenen Nutzergruppen stattfinden kann, soll und muss. Mithilfe von Sensibilisierungsmaßnahmen sowie Bewusstseinsbildung kann ein Verständnis seitens der Nutzergruppen entwickelt und gegenseitig Rücksicht genommen werden. Da in den letzten Jahren das Thema Mountainbike bzw. Radfahren immer präsenter wurde, galt es auch Lösungsvorschläge zur Mountainbike-Nutzung am Kummenberg zu finden. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass ein allgemeines Verbot bzw. ein Ausschluss dieser Nutzergruppen nicht sinnvoll ist. Durch ausgewiesene Strecken und Sensibilisierungskampagnen (Shared trails – geteilte Wege) kann ein friedliches Miteinander stattfinden.
Konkrete Vorschläge erarbeiten
Weitere Erkenntnisse gab es zu den Themen Sicherheit am Kummenberg, Entwicklung von Ruhezonen sowie Renaturalisierung von wilden Wegen. Grundgedanke und Basis all dieser Überlegungen waren ein harmonisches Miteinander aller Nutzergruppen, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung in der Bevölkerung sowie Qualität vor Quantität.
In einem nächsten Schritt werden nun die Ergebnisse der Umfrage und des Workshops im Detail ausgewertet. Mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden konkrete Vorschläge für das künftige Wegenetz am Kummenberg erarbeitet.