20 Millionen Euro für moderne Mittelschule in Hard

Umbau der MS Mittelweiherburg in Hard soll bis zum Halbjahr im Februar 2022 abgeschlossen sein.
Hard Hard verfügt in einigen Monaten über eine zweite Mittelschule mit bester Ausstattung nach aktuellen pädagogischen Grundsätzen. Die Grundlagen dafür wurden bereits vor 43 Jahren beim Neubau der damaligen Hauptschule Mittelweiherburg gelegt.
Jetzt investiert die Marktgemeinde rund 20 Millionen Euro in Sanierung und Umbau des vorausschauend geplanten Schulgebäudes.
„Ich hoffe sehr, dass wir die Halbjahreszeugnisse am 11. Februar 2022 in diesem Schulhaus überreichen können“, ist Direktor Christian Höpperger optimistisch. Es gibt viel Platz für die insgesamt zwölf Klassen mit den erforderlichen Gemeinschafts- und Nebenräumen, eine besonders große Turnhalle sowie sämtliche Einrichtungen für die Schülerbetreuung. Der Entwurf von Arch. Werner Pfeifer aus den frühen 70er-Jahren wurde damals von seinem Nachfolgebüro umgesetzt.

Dass die Planer keine der einst üblichen „Gangschulen“ entworfen haben, bewährt sich beim Umbau durch Arch. Gerhard Gruber. Direktor Höpperger: „Das Schulhaus ließ sich problemlos an die aktuellen Anforderungen anpassen. So konnten die vier Klassengruppen, die Cluster, entstehen. Es sind jeweils die vier Jahrgänge zueinander gruppiert samt den dazu erforderlichen Gemeinschaftsräumen. Neu gibt es künftig also etwas weniger Zimmer, aber deutlich mehr Raum für modernen Unterricht.“
Gangbereiche, Foyer usw. lassen sich nutzen, es gibt große Fensterflächen. „Eine Schule steht ja nicht abgeschlossen allein in der Landschaft, es ist lockerer Kontakt zur Umgebung erforderlich“, so Höpperger. Deshalb fehlt künftig auch der Zaun, der das Schulgelände vom Fußweg entlang des Mühlebaches getrennt hatte.
Bereits im Trainingsbetrieb ist die Turnhalle, die während der Unterrichtszeit Platz für vier Klassen bietet und auch der benachbarten Volksschule sowie manchen Sportvereinen zur Verfügung steht.
Zeitgemäß ist auch die Ausstattung der Klassenzimmer und der weiteren Räume. Es gibt Lüftung und Klima, anstelle der alten Schultafeln stehen Whiteboards, also große Monitore zur Verfügung, die sich per Berührung nutzen lassen.

Das Schulhaus verfügte 1978 noch über den damals vorgeschriebenen Luftschutz- bzw. Atombunker. Der existiert noch, ist aber durch freundliche Holzverbauung und Lichtinstallationen zur Garderobe geworden. Immerhin 220 Kinder besuchen diese Mittelschule.
Etwa 80 von ihnen nehmen auch die Betreuung außerhalb der Unterrichtszeit sowie das Mittagessen in Anspruch. Das wird künftig in einer modernen Küche zubereitet, die Schulkinder gelangen vom Speisesaal direkt in die Freizeitarena auf der Rückseite der Schule. Für den Kochunterricht steht eine Schulküche zur Verfügung, natürlich auch die Räume für Textiles Werken, für die Holz- oder Metallbearbeitung. Weil digitale Bildung heute unerlässlich ist, finden sich verschiedene Computerräume sowie entsprechende Anschlüsse auch in den Klassen. Irgendwo lagern allerdings auch noch die ausgestopften Füchse, Haubentaucher, Igel usw. „Die werden kaum noch genutzt. Eine moderne Schultafel bietet dank aktueller Medien einen viel besseren Überblick samt dem Video, das den Vogelflug zeigt oder die Katze auf Mäusejagd.“ Direktor Christian Höpperger ist der Umbau seiner Schule ein Herzensanliegen. „Ich arbeite bereits 28 Jahre hier, die letzten Jahre als Direktor. Während der Umbauzeit war ich jede Woche mindestens dreimal auf der Baustelle. Als Absolvent einer HTL, der vor dem Pädagogikstudium zwei Jahre bei einem Innenarchitekten gearbeitet hat, verstehe ich ein wenig davon.“
Information für die Eltern
Deshalb führte er sowohl seine Schüler als auch interessierte Eltern gerne durch das Schulhaus. Das ist während des aktuellen Lockdowns kaum möglich, später können Termine vereinbart werden. „Und am Donnerstag, 3. Februar 2022, laden wir zu einem Info-Abend für die neuen Klassen in die Mittelschule Mittelweiherburg ein.“
Die Harder Gemeindevertretung hat bei ihrer Sitzung die beiden letzten größeren Aufträge für den Totalumbau der MS Mittelweiherburg einstimmig beschlossen. Mit den Schlosserarbeiten wurde für 268.320 Euro die Lustenauer Firma Neuko beauftragt, diverse Möbel fertigt für 330.008 Euro das Harder Unternehmen Armellini. AJK