Höhere Strafen sollen Verkehrsrowdys ausbremsen

Vorarlberg / 18.02.2022 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Höhere Strafen sollen Verkehrsrowdys ausbremsen
Illegales Autotuning ist in Vorarlberg nicht so verbreitet wie etwa in Kärnten. symbol/dpa

Das sagt Vorarlbergs Verkehrspolizei-Chef Rudolf Salzgeber zur geplanten Gesetzesnovelle.

Wien, Bregenz Illegale Tuning-Szene: Eine heute in Begutachtung geschickte Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) soll höhere Strafen für Verkehrsrowdys und schnellere Kennzeichen- und Autoschlüsselabnahmen vorsehen, kündigte Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) an. Bis zu 72 Stunden kann ein Pkw in Zukunft „stillgelegt“ werden, wenn erneutes Driften oder Kreiseln droht. „Wir schaffen für solche Fälle eine Mindeststrafe von 300 Euro, die als Organmandat auch gleich und unmittelbar eingehoben werden können“, sagte Gewessler. Wiederholungstäter, „Rowdys, die immer wieder auffällig werden“, müssten künftig mit noch empfindlicheren Strafen bis zu 10.000 Euro rechnen. Das Rowdytum per Pkw findet sich vor allem am Wörthersee in Kärnten, aber nicht nur.   

Ruhigere Szene in Vorarlberg

In Vorarlberg quietschen die Reifen leiser. Das sagt einer, der es wissen muss: Rudolf Salzgeber, Leiter der Verkehrsabteilung der Vorarlberger Polizei. „Eine gewisse Tuningszene gibt es auch in Vorarlberg, da schauen wir schon drauf. Sie ist bei Weitem jedoch nicht so prekär wie in Kärnten, etwa bei den GTI-Treffs. Aber vereinzelte Verrückte gab es und wird es natürlich auch in Vorarlberg geben“, so Salzgeber zu den VN und: „Bei uns hingegen dominiert eher die Poser-Szene. Das heißt, hier werden die aufgemotzten Fahrzeuge vielmehr nur zur Schau gestellt. Viel Bewegung gibt es da aber nicht.“

Einer dieser Poser-Hotspots ist etwa das Möslestadion in Götzis. Solche Treffen würde die Polizei mit Zivilstreifen beobachten. Dennoch werde sich die Vorarlberger Verkehrsabteilung Anfang März mit ihren deutschen Kollegen zwecks Informationsaustausch zur Thematik an einen Tisch setzen. Im Allgäu wurde erst im vergangenen Jahr vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West die „Kontrollgruppe Poser- und Tuningszene“ gegründet.

Höhere Strafen sollen Verkehrsrowdys ausbremsen
Rudolf Salzgeber, Leiter der Verkehrspolizei Vorarlberg.