Darum taten Riedenburg-Schülerinnen bei der Präsentation ihrer Diplomarbeit Gutes

Vorarlberg / 01.04.2022 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Darum taten Riedenburg-Schülerinnen bei der Präsentation ihrer Diplomarbeit Gutes
Rollenspiel als Teil der Präsentation der Diplomarbeit: Tamara und Kristin legten sich gehörig ins Zeug. Die Mädchen dachten auch an “Ma hilft”.

Faszinierender Vortrag über “Frau im Wandel” verbunden mit einem Engagement für “Ma hilft”.

Bregenz Die gute Tat haben die Riedenburg-Maturantinnen Tamara Bilgeri, Kristin Fußenegger und Kathrin Sigg bereits vollbracht. Sie stellten im Rahmen ihrer Diplomarbeit “Frauen im Wandel”, eine beeindruckende Veranstaltung in Hörbranz auf die Beine, sammelten dabei 1300 Euro und stellten diesen Betrag “Ma hilft” zur Verfügung.

Die Welt der Patriarchen

Am Mittwoch folgte dem mit römisch Eins bestandenen Wohltätigkeitstest die schulische Reifeprüfung. Bei seiner Präsentation der Diplomarbeit wusste das kreative Trio ebenso zu überzeugen. Mit einem Rollenspiel zur Stellung der Frau in der frühen Nachkriegszeit begann die Darbietung. Authentisch stellten Kerstin, Kathrin und Tamara Alltagssituationen nach. Im Mittelpunkt: Frauen und Mädchen im Spannungsfeld zwischen Patriarchat und dem Drang nach Selbstverwirklichung. Die Frau im Haushalt, als Untergebene des Mannes in einem Leben mit vielen Pflichten und wenigen Rechten. Die bildungshungrige Frau mit gewachsenem Selbstbewusstsein als gefühlte Gefahr für den alles bestimmenden pater familias.

Zur Präsentation gehörten auch Vorträge über das Schicksal von Frauen in der Nachkriegszeit. Die Mädchen führten zahlreiche Interviews. <span class="copyright">VN/Hartinger</span>
Zur Präsentation gehörten auch Vorträge über das Schicksal von Frauen in der Nachkriegszeit. Die Mädchen führten zahlreiche Interviews. VN/Hartinger

Viele Aspekte

In den nachfolgenden mündlichen Beiträgen skizzierten die Schülerinnen die Situation der Frauen in der Nachkriegszeit. “Es war eine schwierige Zeit für sie. Während des Kriegs mussten sie selbstständig agieren, weil die Männer an der Front waren. Als diese zurückkamen, beanspruchten sie wieder ihre Vorherrschaft in der Familie”, beschrieb Kristin die Umstände. Ihr Wissen haben sich die Maturantinnen unter anderem aus zahlreichen Interviews mit Zeitzeuginnen angeeignet.

Die Frau in der männlich dominierten Arbeitswelt, die von Männern belächelte Frau im universitären Umfeld, die Frau in der Entwicklung hin zu mehr Gleichberechtigung, erstritten auch von großen Persönlichkeiten wie etwa Johanna Dohnal in Österreich, Kristin, Tamara und Kathrin woben viele spannende Aspekte in ihr Gesamtwerk ein und regten die Kommissionsmitglieder (Direktorin Maria Strolz, Projektbetreuer Thomas Germann und Klassenvorständin Margit Willi) zu verschiedensten Fragen an.

Den Prüflingen bleiben bereichernde Erfahrungen weit über einen Leistungsnachweis hinaus, verbunden mit der Gewissheit, mit ihrer Arbeit auch Gutes getan zu haben. “Ma hilft” dankt.

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