Historische Schifffahrt mit Zuversicht in Saison

Vorarlberg / 10.05.2022 • 17:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Rosenkavaliere luden auf Schiffe und den Bodensee ein.

<p class="caption">Rosen für die Mütter als kleines Dankeschön für den Besuch am Tag der offenen Tür.</p>

Rosen für die Mütter als kleines Dankeschön für den Besuch am Tag der offenen Tür.

Hard „Es waren schwierige Monate, Corona hat uns schwer zu schaffen gemacht, und ohne die Kapitalspritzen unserer Gesellschafter wären wir nicht über die Runden gekommen, aber jetzt gehen wir mit Zuversicht in eine hoffentlich ,normale‘ Saison“, freute sich „Oesterreich-Retter“ Jürgen Zimmermann über einen gelungenen Tag der offenen Tür, den viele Gäste dazu nützten, hinter die Kulissen von Hohentwiel und Oesterreich zu blicken und den Besuch mit einer Rundfahrt in der Bregenzer Bucht abzuschließen. Die Harder Feuerwehr ergänzte die Veranstaltung und war besonders für die Kids ein gesuchter Treffpunkt.

Noch ein Oldie-Schiff

Für Aufmerksamkeit sorgte auch Markus Flatz, der seinen Werbe-Bus nebst neuesten Modellen der „Sternen-Flotte“ präsentierte. Der Gesellschafter der Museumsschiff Oesterreich GmbH ist nicht nur ein großer Fan historischer Schiffe, er ist auch Liebhaber von Oldtimer-Nostalgie zu Lande. Dieses Hobby ließ ihn einen Mercedes-Bus, Baujahr 1964, wieder fahrtüchtig machen. Mit der entsprechenden Beschriftung wirbt dieser Oldtimer jetzt für die Museumsschiffe.

Wunschort Hard

Und noch ein Oldtimer legte neben den beiden Schiffen an: Gemeinsam mit Viola Hermann und Steffen Schwenckl nahm Benno Lindenkamp Kurs mit Passagierboot Aero, das mehr als 110 Jahre auf dem Vierwaldstättersee unterwegs war und vor einigen Wochen an den Bodensee wechselte, Richtung Hard. Am Schwabenmeer hat man für das Ausflugsboot, das 25 Passagieren Platz bietet, die Zulassung in Friedrichshafen und einen provisorischen Liegeplatz in Goren bekommen, ist aber noch auf der Suche nach einer langfristigen Lösung – „am liebsten in der Nähe der Historischen Schifffahrt“ hat der Bodensee-Fan aus Rosenheim eine klare Präferenz.

Als „Oldtimer der besonderen Art“ stellten sich Sandy Pfeiffer und Manfred Sontheimer aus Sonthofen vor: die beiden sind seit vielen Jahren immer wieder zu Gast auf dem Dampfer und präsentieren sich dort in historischem Gewand aus dem Hause „Sissis Erben“, einem Familienbetrieb in Villingen-Schwenningen. Sandy („ich bin so etwas wie das Maskottchen der Hohentwiel“) hat sich in ihrem „behüteten“ Outfit für das Finale zur Kür der Hutkönigin in Lindenberg qualifiziert.

Rosen für die Mütter

Viele Besucher nützten den Tag der offenen Tür als Muttertagsausflug auf dem Bodensee – und die Crew bedankte sich bei den Müttern mit Rosen. Da wollte selbst der Chef der Historischen Schifffahrt nicht zurückstehen: Benno Gmür spielte ebenso Rosenkavalier wie Kapitän Robert Kössler. Doch nicht nur der Chef half überall mit, wo Mithilfe gefragt war, auch Vereinsmitglieder engagierten sich für das Gelingen der Veranstaltung. Etwa Nikolaus Brandli aus Winterthur, Vereinsmitglied der ersten Stunde und für solche Einsätze mit Original-Uniform ausgestattet.

Noch nicht ganz vorbei

Der Sommerfahrplan mit bekannten und neuen Highlights sollte nach zwei problematischen Jahren wieder halten, hoffen die Verantwortlichen sowie Mitarbeiter der Historischen Schifffahrt nach den Lockerungen der Coronaeinschränkungen. Dass die Pademie noch lange nicht „ausgestanden“ ist, machte eine Absage für den Tag der offenen Tür deutlich: „Der Seemannschor Friedrichshafen, der für die musikalische Umrahmung sorgen sollte, musste am Vorabend absagen – positive Tests zwangen den Chor in Quarantäne“, bedauerte Julia Bösch vom Marketing. stp

Nostalgischer Besuch bei der Historischen Schifffahrt: die Aero.
Nostalgischer Besuch bei der Historischen Schifffahrt: die Aero.
<p class="caption">Betriebsleiter Florian Pausch (r.) und Nikolaus Brandli.</p><p class="caption"/>

Betriebsleiter Florian Pausch (r.) und Nikolaus Brandli.

Kapitäns-Urgestein Fritz Köchle und „Oesterreich-Retter“ Jürgen Zimmermann.
Kapitäns-Urgestein Fritz Köchle und „Oesterreich-Retter“ Jürgen Zimmermann.
<p class="caption">Auch Geschäftsführer Benno Gmür (Mitte) betätigte sich als Rosenkavalier.</p><p class="caption"/>

Auch Geschäftsführer Benno Gmür (Mitte) betätigte sich als Rosenkavalier.