Geschichte des Landes: Der verballhornte Lückenbühel

Vorarlberg / 10.07.2022 • 15:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Geschichte des Landes: Der verballhornte Lückenbühel
Das GWL wurde 1974 eröffnet – auf diesem Foto von 1972 ist davon noch nicht viel zu sehen.
Oskar Spang, Rudolf Zündel (VN), Helmut Klapper, Vorarlberger Landesbibliothek (www.vorarlberg.at/volare)

Die Geschichte des Landes in Bildern.

Bregenz Am heutigen Leutbühel stand bis ins 17. Jahrhundert ein Tor, welches den Häusern unterhalb dieses Platzes die Ortsbezeichnung „Vor dem Tor“ einbrachte. Leutbühel ist somit ein brachiales Wortspiel für Lückenbühel, früher Lugbühel, da sich an diesem Platz eine Lücke, also das Tor, befunden hat.

Im 15. Jahrhundert, nach dem Appenzeller- und dem Alten Zürichkrieg, war in Bregenz eine Zeit des bescheidenen Aufschwungs zu verspüren. Dadurch rückte der Leutbühel immer mehr ins Zentrum. Um 1500 verlagerte sich auch das Marktgeschehen, welches zuvor in der Oberstadt situiert war, auf den Leutbühel herunter.

Im Zuge großer Bautätigkeiten wurden zwischen 1968 und 1972 römische Mauerreste ausgegraben. Erst dachte man, auf die alte Hafenmauern gestoßen zu sein, Jahre später stellte sich heraus, dass es sich um das Hafenkastell handelte, welches zum Schutz des Hafens und als Stützpunkt einer Patrouillenbootflottille diente.

Diese Aufnahme des Leutbühel stammt von ca. 1880.
Diese Aufnahme des Leutbühel stammt von ca. 1880.
Mitte der 60er-Jahre wurde die ehemalige Hauptwache abgebrochen. Diese wurde bereits 1821 errichtet.
Mitte der 60er-Jahre wurde die ehemalige Hauptwache abgebrochen. Diese wurde bereits 1821 errichtet.
Im Zuge der Bauarbeiten in den 60er- und 70er-Jahren wurden Mauern aus der Römerzeit freigelegt.
Im Zuge der Bauarbeiten in den 60er- und 70er-Jahren wurden Mauern aus der Römerzeit freigelegt.
Ein Blick von der GWL-Terrasse auf den noch nicht verkehrsberuhigten Leutbühel im Jahr 1985.
Ein Blick von der GWL-Terrasse auf den noch nicht verkehrsberuhigten Leutbühel im Jahr 1985.