Amokdrohung an Dornbirner Schule: Das Motiv des Anrufers

Vorarlberg / 15.11.2022 • 14:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Amokdrohung sorgte am vergangenen Freitag für einen Großeinsatz der Polizei in Dornbirn. <span class="copyright">Vn/Steurer</span>
Die Amokdrohung sorgte am vergangenen Freitag für einen Großeinsatz der Polizei in Dornbirn. Vn/Steurer

Burgenländer (16), der einen Amoklauf an Dornbirner Mittelschule ankündigte, über das Motiv hinter seinem Anruf.

Dornbirn „Heute findet noch ein Amoklauf auf die Schule statt“. Mit diesen Worten wurde der Polizeieinsatz durch die Schulleitung der Mittelschule in Dornbirn ausgelöst.

Geständig

Der 16-jährige Anrufer aus burgenländischen Bezirk Güssing zeigt sich geständig. Wie berichtet, ging der Drohanruf am 11.November bei Wilfried Ederer, dem Direktor der Mittelschule Dornbirn-Haselstauden, ein. Der Schulleiter verständigte umgehend die Polizei. Rasch konnten Beamte des Landeskriminalamtes Vorarlberg über die Telefonnummer auch den Anrufer aus dem Burgenland ausfindig machen.

Das Vorarlberger Landeskriminalamt konnte über die Telefonnummer rasch den Anrufer aus dem Burgenland ausfindig machen. <span class="copyright">Symbol/VN/HB</span>
Das Vorarlberger Landeskriminalamt konnte über die Telefonnummer rasch den Anrufer aus dem Burgenland ausfindig machen. Symbol/VN/HB

An Wohnadresse angetroffen

Der tatverdächtige Jugendliche konnte kurze Zeit später an seiner Wohnadresse angetroffen werden. Bei der Beschuldigtenvernehmung zeigte sich der 16-Jährige geständig. Er gab an, in den vergangenen Tagen immer wieder Berichte über einen Amoklauf in Amerika gesehen zu haben. Aus Neugier wollte er wissen, was passiert, wenn in Österreich ein Amoklauf angekündigt wird. Er suchte in diesem Zusammenhang wahllos nach einer Mittelschule, die sich weit entfernt von seinem Heimatort befindet.

Datenträger sichergestellt

Der 16-jährige gab bei der Vernehmung auch an, mehrere Schulen angerufen zu haben, könne sich aber nicht mehr erinnern, welche Schulen dies waren. Bei der durch die Staatsanwaltschaft Eisenstadt angeordneten Hausdurchsuchung konnten einige Datenträger sichergestellt werden. Eine Auswertung dieser Beweismittel soll nun zur Aufklärung weiterer Anrufe in Schulen dienen. Waffen oder gefährliche Gegenstände konnten bei der Durchsuchung nicht vorgefunden werden. Der 16-Jährige wurde auf freiem Fuß wegen gefährlicher Drohung angezeigt.

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