Neuer Anlauf für Bahnausbau im unteren Rheintal

Vorarlberg / 07.12.2022 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für den Bahnausbau im unteren Rheintal soll ergebnisoffen eine Bestvariante ermittelt werden. Mathis
Für den Bahnausbau im unteren Rheintal soll ergebnisoffen eine Bestvariante ermittelt werden. Mathis

Landtag gibt grünes Licht für Bestvarianten-Suche.

Bregenz Die Wogen gingen zuletzt hoch. Bei der Frage, wie der Bahnausbau im unteren Rheintal erfolgen soll, schienen die Fronten verhärtet. ÖBB und Land sahen in einem oberirdischen Ausbau Vorteile, Bürgermeister der Anrainergemeinden legten sich quer. Sie befürworten, wie auch die Genossenschaft „mehramsee“, eine Unterflurvariante. Jetzt hat der Vorarlberger Landtag die Weichen für die Zukunft gestellt. Eine Bestvariante soll ermittelt werden. Die Eckpunkte stehen fest.

„Es freut mich sehr, dass wir diesen wichtigen, richtungsweisenden Beschluss heute einstimmig gefasst haben“, sagt der zuständige Landesrat Daniel Zadra. Damit scheint ein Weg aus der Sackgasse gefunden. Ergebnisoffen soll die Landesregierung den Prozess starten und die beste Variante für den Bahnausbau definieren, so der Beschluss des Volkswirtschaftlichen Ausschusses des Landtags. „Die nun beschlossenen Punkte bilden auch längerfristig die konstruktive Richtschnur für den anstehenden gemeinsamen Prozess in Vorarlberg“, so Zadra auf VN-Anfrage.

Festgeschnürt sind demnach neun Vorgaben wie der Erhalt der revitalisierten Pipeline, der freie Bodenseezugang, möglichst geringe Eingriffe in Eigentumsrechte oder bestmöglicher Schutz der Anrainer vor Immissionen während der Bauphase und im laufenden Betrieb. Auch ein Klimacheck, der Schutz der Grundwasserversorgung, die Vermeidung längerer Sperren des Bahnbetriebes und der zeitnahe Neubau des Bahnhof Bregenz sind von allen Parteien als Eckpunkte beschlossen worden.

Bestvariante für Zielnetz 2040

Allerdings drängt die Zeit. Die am Ende des Prozesses ermittelte „Bestvariante im unteren Rheintal“ muss es auch ohne konkretes Projekt ins Zielnetz 2040 der Bahn schaffen. Nur so ist eine Finanzierung gesichert. Zadra zeigt sich zuversichtlich, dass dies gelingen kann. „Ich bin guter Dinge, dass die langfristigen Planungen für den Bahnausbau in Österreich nun nicht ohne Vorarlberg stattfinden.“ VN-MIG

LR Daniel Zadra spricht von einem „richtungsweisenden Beschluss des Landtages“.
LR Daniel Zadra spricht von einem „richtungsweisenden Beschluss des Landtages“.

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