Wo gratis für den Wintersportnotfall geübt werden kann

Vorarlberg / 13.12.2022 • 17:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ivan Quinz von der Firma PIEPS zeigte gemeinsam mit Britta wie das Suchen von Verschütteten funktioniert. <span class="copyright">VN/Hartmann</span>
Ivan Quinz von der Firma PIEPS zeigte gemeinsam mit Britta wie das Suchen von Verschütteten funktioniert. VN/Hartmann

Lawinensuchfeld auf der Tschengla zum Üben für den Ernstfall eröffnet.

bürserberg Durch eine gut vorbereitete Tourenplanung und die richtigen Entscheidungen im Gelände lassen sich Lawinenunfälle oft vermeiden. Kommt es doch einmal zu einem Notfall, dann sollten Tourenfans sowie Schneeschuhwanderer unbedingt wissen, was zu tun ist. Schnelles Handeln und eine Routine im Umgang mit dem LVS-Suchgerät sind überlebensnotwendig. “Die ersten 15 Minuten sind entscheidend. Nach der Zeit sinken die Überlebenschancen auf unter 50 Prozent”, betont Rainer Schlattinger, Geschäftsführer des Alpenvereins Vorarlberg.

Die beiden Initiatoren Peter Schuler (l.) und Max Sturm (r.) eröffneten gemeinsam mit dem Bürserberger Vizebürgermeister Ernst Wehinger das Lawinensuchfeld.
Die beiden Initiatoren Peter Schuler (l.) und Max Sturm (r.) eröffneten gemeinsam mit dem Bürserberger Vizebürgermeister Ernst Wehinger das Lawinensuchfeld.

LVS-Trainingsanlage

Damit der richtige Umgang mit dem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät) trainiert werden kann, wurde eine LVS-Trainingsanlage auf der Tschengla in Bürserberg errichtet. Beim Wanderparkplatz P3 kann nun für den Ernstfall geübt werden.

An der PIEPS ART STATIO können verschiedene Unfallszenarien kostenlos und jederzeit simuliert werden. Die Anlage ist computergesteuert, wodurch die versteckten Sender in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gesucht werden können.

“Unter dem Schnee sind Boxen mit LVS-Geräten vergraben, welche man nun suchen kann. Dazu wird nur eine Lawinenschutzausrüstung benötigt. Wichtig ist zu beachten, dass die Boxen nicht ausgegraben werden dürfen”, stellen die beiden Initiatoren Peter Schuler, Eigentümer BergAKTIVBrandnertal, und Max Sturm, Geschäftsführer Bürserberg Tourismus, klar.

Viele Benutzer

Schon letzten Winter gab es das Lawinensuchfeld auf der Tschengla als Prototypen. “Das Projekt stieß auf großen Anklang bei den Wintersportlern. Abends habe ich beim Vorbeispazieren immer wieder eine Gruppe von Menschen am Üben gesehen”, freut sich Sturm.

Das Lawinensuchgerät zeigt die Richtung und die Distanz an.
Das Lawinensuchgerät zeigt die Richtung und die Distanz an.

“In einer Kooperation von Alpenverein Vorarlberg, den ÖBRD-Ortsstellen Brand, Nenzing und Bludenz-Bürs, den Naturfreunden Vorarlberg sowie den Bergbahnen Brandnertal, der Bürserberg Tourismus GmbH und zahlreichen Firmen konnte die 15.000 Euro teure Anlage der Firma PIEPS realisiert werden”, freuen sich die Beteiligten.

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