Die Altstadt erwachte

Vorarlberg / 08.08.2023 • 14:30 Uhr
Die Altstadt erwachte
Tausende Menschen waren gekommen, um mit dem Feldkircher Bürgermeister Heinz Bilz die Eröffnung zu feiern. Die Feldkircher hatten offenbar einen Spezialvertrag mit Petrus abgeschlossen, „denn die Schleusen regenschwerer Wolken blieben dicht.“ Helmut Klapper, Rudolf Zündel (VN), Vorarlberger Landesbibliothek

Die Geschichte des Landes in Bildern: Fußgängerzone in Feldkirch.

Feldkirch Mit der Einrichtung einer Fußgängerzone in der Feldkircher Schmiedgasse wurde der Anfang für eine jahrzehntelange Entwicklung gemacht: den Verkehr aus der historischen Altstadt zu verbannen.

Die Altstadt erwachte
1978 wurde die Schmiedgasse durch eine umfassende Sanierung zu einer „richtigen“ Fußgängerzone. Karl Ziegenfuss, der Obmann der Feldkircher Werbegemeinschaft, äußerte in seiner Ansprache den Wunsch, dass Feldkirch wieder zu dem werden sollte, was es im Mittelalter war, nämlich eine blühende Handelsstadt.
Die Altstadt erwachte
Die Befreiung der Feldkircher Marktstraße vom Verkehr sollte noch ein wenig dauern, letztlich wurde aber auch dort und zuletzt auch in der Neustadt den Fußgängern der Vorrang eingeräumt.

Nach einigen Monaten des Zweifels wurde bereits im Herbst 1974 festgestellt, dass die Geschäftswelt nach anfänglichen Zweifeln von der Neuerung zu profitieren begann. So stellte der Inhaber des heute so umstrittenen Cafes Feuerstein eine gefällige Sitzgruppe vor seinem Lokal auf.

Die Altstadt erwachte
„Der vergangene Samstag war ein hoffnungsvoller Anfang. Das Programm in seiner erstaunlichen Vielfalt war schon deshalb beachtlich, weil es in sehr kurzer Zeit improvisiert werden musste. So waren nicht weniger als 27 Firmen an der Modenschau beteiligt.
Die Altstadt erwachte
Die Stadt Feldkirch und zwei Versicherungen spendierten Gutscheine für ein „Achtele“ und ein Stück Kuchen, die reißenden Absatz bei der Bevölkerung fanden.

Das Sitzen im Freien vor den Lokalen wurde „sowohl vom einheimischen Publikum als auch von den fremden Besuchern der Stadt, wie man feststellen konnte, gerne in Anspruch genommen.“

Von Thomas Feurstein, Leiter Vorarlbergensien der Vorarlberger Landesbibliothek