Nach E.-coli-Infektion ist Mia (3) aus Frastanz auf Reha: „Jeder Cent für sie hilft”

Eine Darminfektion, ausgelöst durch E.-coli-Bakterien, führte bei der kleinen Mia zu schweren Komplikationen. Das Mädchen ist derzeit auf Reha in Salzburg. Unklar ist, wie lange sie noch dort bleiben muss. „Ma hilft” unterstützt Familie Siller.
Frastanz Es war ein Schock, der im Mai dieses Jahres das Leben der kleinen Mia Siller und ihrer Familie auf den Kopf stellte. Elf Kinder und Jugendliche in Frastanz erkrankten damals an einer Darminfektion, verursacht durch E.- coli-Bakterien (Escherichia coli). Fünf davon mussten wegen des hochansteckenden Bakteriums im Krankenhaus behandelt werden. Die Ursache der Infektion bleibt weiterhin ein Rätsel.

Die dreijährige Mia aus Frastanz erlitt durch die Infektion eine lebensbedrohliche Komplikation. Sie entwickelte ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) und musste zuerst im Landeskrankenhaus Feldkirch, dann an der Universitätsklinik Innsbruck intensivmedizinisch behandelt werden. HUS ist eine schwere Erkrankung, die in der Regel bei Kindern auftritt und bei der sich im ganzen Körper kleine Blutgerinnsel bilden. Das Syndrom kann zu einem akuten Nierenversagen führen. „Es passierte von heute auf morgen”, erinnert sich ihr Vater Kevin Siller. „Es begann mit blutigem Durchfall, und plötzlich war Mia sehr krank.” Bis vor wenigen Wochen war sie ein glückliches, aufgewecktes und gesundes Mädchen. Am Wochenende vor dem Klinikaufenthalt haben Mama Sandra und Papa Kevin ihr noch das Radfahren beigebracht. „Sie war so stolz, dass sie es geschafft hat”, erzählt Kevin. „Sie ist eine Kämpferin, das hat sie schon immer gezeigt.”

Unsicherheit
Das HUS hat Mias Gehirn und Nervensystem angegriffen. Das Mädchen wurde im Mai in Feldkirch stationär aufgenommen, kam dann an die Universitätsklinik Innsbruck und ist nun seit dem 17. Juli in einer Neuro-Rehabilitationsklinik in Salzburg. Doch niemand weiß, wie lange sie dort bleiben muss oder welche langfristigen Auswirkungen die Krankheit haben wird: „Niemand kann sagen, ob sie noch Wochen oder Monate in Salzburg bleiben muss und welche dauerhaften Schäden bleiben”, erzählt der 35-Jährige.

Mia, die im Herbst vier Jahre alt wird, wird bis auf Weiteres auf einen Rollstuhl angewiesen sein, ob sie irgendwann selbstständig gehen kann, ist fraglich. Auch ist ungewiss, ob Mia jemals wieder sprechen kann. „Egal, wie es ausgeht und welche dauerhaften Folgen bleiben. Wir kämpfen dafür, dass Mia ein möglichst selbstständiges Leben führen können wird.”

Trotz der Unsicherheit, des Leids und der Angst hat Familie Siller eines nicht verloren: Ihre Hoffnung und ihren unerschütterlichen Willen, diese schwere Zeit zu überstehen. Mama Sandra ist rund um die Uhr bei ihrer Tochter. Kevin Siller besucht sie, so oft es geht. Die Unterstützung der VN-Leserfamilie mit einer 3000-Euro-„Ma hilft”-Soforthilfe für Reise- und Hotelkosten hat der Familie geholfen. „Jeder Cent hilft”, betont der Vater.
„Ma hilft” unterstützt
Aber es ist nicht nur die finanzielle Unterstützung, die der Familie Kraft gibt. „Wir möchten uns aus tiefstem Herzen bei allen bedanken, die uns Hilfe angeboten haben und die uns finanziell unterstützen”, sagt Kevin Siller. „Für die riesige Hilfsbereitschaft, auch von fremden Menschen und trotz der Teuerung, sind wir unendlich dankbar.” Es ist ein langer, steiniger Weg, und niemand kann sagen, wie er endet, sagt der 35-jährige Vater. Doch die Sillers sind entschlossen, jeden Schritt auf diesem Weg zusammen mit ihrer kleinen Kämpferin Mia zu gehen.
Spendenkonto für Mia
Kevin Siller
AT62 5800 0126 5561 6010
Verwendungszweck „Für Mia”
Hypo Feldkirch