Hinter den Kulissen: Mühsam zum Landtagsfilm

Es dauerte fünf Jahre, bis der Landtag einen neuen Informationsfilm bekommen hat.
Kompliziert Dass die Mühlen der Landtagsdirektion langsam mahlen, wissen aufmerksame VN-Leser bereits. Wie berichtet, hinkt die Erstellung der Landtagsprotokolle zwei Jahre hinterher. Recht lange dauerte unter dem strengen Regiment von Landtagsdirektorin Borghild Goldgruber-Reiner (54) auch die Neuauflage des Landesfilms.
Dieses Erklärvideo etwa mit Landtagspräsident Harald Sonderegger (59) wird Besucher des Landesparlaments gezeigt, um den Landtag vorzustellen. Wie die Landtagsdirektorin im März in „Vorarlberg Live“ berichtete, hat man sich vor zwei Jahren entschieden, den Film neu zu drehen. Unerwähnt ließ Goldgruber-Reiner, dass sie das Projekt schon 2018 anging. Damals hatte eine Vorarlberger Produktionsfirma die Ausschreibung gewonnen. Die anschließende monatelange und zermürbende Zusammenarbeit mit der Direktorin, die gerne haarklein Vorgaben mache und ad infinitum nachjustiere, wie es heißt, war für die Film-Kreativen damals wohl zu viel. Nach der Fertigstellung des Drehbuchs zogen die Filmemacher die Reißleine. Die Landtagsdirektion könne den Film gerne drehen, aber nicht mit ihnen.
Die Landtagsdirektion wandte sich daraufhin an die FH Vorarlberg, um den Landesfilm als Forschungsprojekt neu zu konzipieren. Doch auch hier gestaltete sich die kreative Zusammenarbeit alles andere als reibungslos, inklusive personellen und finanziellen Kollateralschäden. Kürzlich wurde der Landesfilm endlich veröffentlicht. Ganz still und leise, ohne Pressemitteilung auf der Homepage des Landtags online gestellt. Mehr als fünf Jahre nach dem ersten Versuch einer Neuauflage.