Wildpark Feldkirch: Darauf dürfen sich Familien freuen

Vorarlberg / 03.03.2024 • 16:05 Uhr
Wildpark Feldkirch: Darauf dürfen sich Familien freuen
Amy und Rustam mit ihren Töchtern Leonie, Annabelle und Ruth genossen am Sonntag den Tag im Wildpark Feldkirch. Fotos: VN/Paulitsch

Neuer Raum für naturkundliche Führungen und Quarantänestationen für herrenlose Wildtiere geplant.

Darum geht’s:

  • Wirtschaftsgebäudes marode.Quarantänestationen fehlen
  • Neuer Raum für naturkundliche Führungen für Besucher
  • Insgesamt 1,5 Millionen Euro Investition, zum Teil durch Spenden finanziert

Feldkirch Es ist viel los am Sonntag im Wildpark Feldkirch. Der Parkplatz ist voll besetzt, Familien strömen durch das Eingangstor, um Tiere zu beobachten und die Natur am Ardetzenberg zu genießen.

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Am Sonntag nutzten viele Besucher das milde Wetter für einen Ausflug in den Wildpark.

Unter ihnen Familie Vanoyan aus Feldkirch. Leonie (12), Annabelle (6), Ruth (1,5) kommen mit ihren Eltern Amy und Rustam häufig in den Wildpark Feldkirch. Besonders die Ziegen, die Wildschweinbabys und die Esel haben es den Schwestern angetan.

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Annabelle, Leonie, Amy, Rustam und Ruth Vanoyan (v.l.) kommen gerne in den Wildpark.

Auch Veronika Wegner aus Götzis kommt mit ihren Töchtern Charlotte (5), Anabel (6) und deren Freundin Linda (5) regelmäßig hierher. “Es gibt ein schönes gemischtes Angebot. Der Rundgang im Wildpark und der Spielplatz sind immer ein tolles Erlebnis.”

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Veronika Wegner mit Anabel, Lina und Charlotte (v.l.) nutzten das milde Wetter am Sonntag für einen Ausflug auf den Ardetzenberg.

Seit vielen Jahrzehnten erfreut sich der Wildpark großer Beliebtheit und zieht pro Jahr etwa 160.000 Menschen an. Nun soll der Wildpark, der seit über 60 Jahren von einem gemeinnützigen Verein aus Tierfreunden geführt wird, sowohl für die Gäste als auch für die Tiere noch attraktiver gemacht werden.

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Die Auerochsen sind seit kurzem neben dem Murmeltiergehege daheim.

Quarantänestationen geplant

In diesem Jahr wurden die Auerochsen und Mufflons bereits umgesiedelt, nachdem sich der Verpächter des früheren Geheges und der Wildparkverein nicht einigen konnten. Im Frühsommer soll nun die Sanierung des in die Jahre gekommenen Wirtschaftsgebäudes, das aus den 1980er-Jahren stammt, vorangetrieben werden.

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Auch Tierpfleger Dietmar Schmid, der die Wildkatzen füttert, freut sich schon auf die Sanierung des Wirtschafts- und Mitarbeitergebäudes.
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Dazu ist ein Anbau von drei Quarantänestationen – im Bereich des jetzigen Eselgeheges – für herrenlose Wildtiere geplant, die nicht im Tierheim untergebracht werden können. “Dabei handelt es sich um nicht jagdbare Wildtiere oder Tiere aus landwirtschaftlichen Betrieben. Das sind zum Beispiel Schildkröten, Turmfalken, Füchse, Störche oder die Boa, die vor zwei Jahren in Nenzing ausgesetzt wurde”, erklärt Vereinspräsident Wolfgang Burtscher den VN. Derzeit werden diese Tiere in Provisorien aufgepäppelt.

Betriebsleiter Christian Ammann und Tierpflegerin Birgit Wedl mit der Boa constrictor.
Betriebsleiter Christian Ammann und Tierpflegerin Birgit Wedl mit der Boa constrictor vor zwei Jahren. Die Schlange wurde in Nenzing ausgesetzt und kam dann in den Wildpark.
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Das Wirtschafts- und Mitarbeitergebäude wird saniert.
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Über dem Eselgehege entstehen die Quarantänestationen.

Eine weitere Neuerung, die Besucher besonders erfreuen wird, ist der Raum für naturkundliche Führungen für kleinere Gruppen. Dieser wird als Ausgangspunkt für Erkundungstouren dienen und soll Wissen über die heimische Flora und Fauna vermitteln.

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 Im Wildpark steht das Erleben der heimischen Tierwelt im Mittelpunkt.

Baustart im Frühsommer

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Die Luchse gehören zu den Highlights des Parks.

Für die Projekte werden insgesamt 1,5 Millionen Euro investiert. “Je 400.000 Euro stellen Land Vorarlberg und Stadt Feldkirch zur Verfügung” erläutert der Vereinspräsident. Ein kleinerer Teil der Finanzierung stammt aus EU-Förderungen, der Rest soll durch Spenden und Sponsoren aufgebracht werden. Bislang wurden 450.000 Euro gesammelt.

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Vereinspräsident Wolfgang Burtscher. VN

Einige größere Spenden erhielt der Wildpark aus der heimischen Wirtschaft und von Stiftungen aus Liechtenstein. 150.000 Euro sind noch offen und sollen durch Spenden finanziert werden.

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Gut getarnt: Die Wildkatze.
Süßer Nachwuchs im Wildpark in Feldkirch: Tierbabys bei Auerochse, Muffelwild, Gams, Luchs und Co.
Bei den Wildschweinen gibt es derzeit Nachwuchs.

Im Frühsommer soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung des Projekts, geplant vom Atelier Rainer und Amann, ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Ziel ist es, den Wildpark Feldkirch zu einem noch ansprechenderen Ort für alle Besucher und Bewohner zu machen.

Spendenkonto Wildpark Feldkirch:

Sparkasse Feldkirch
IBAN: AT862060400000023408
BIC: SPFKAT2BXXX