Heißer Kampf um den „Goldenen Helm“: Das ist die schnellste Feuerwehr im Land

Beim Landesfeuerwehrfest ritterten über 1500 Feuerwehrleute um den Sieg.
Lauterach Am Sonntag fand das Landesfeuerwehrfest in Lauterach mit einem großen Festumzug seinen feierlichen Abschluss. Tags zuvor lieferten sich rund 1500 Feuerwehrleute im Bruno-Pezzey-Stadion einen atemraubenden Wettkampf.

Ein Löschangriff mit Saugleitung erstellen, Zubringerleitung von der Tragkraftspritze bis zum Verteiler und eine Angriffsleitung vom Verteiler zu den Strahlrohren verlegen und anschließend ein Staffellauf, bei dem jedes der acht Gruppenmitglieder eine 50 Meter lange Laufstrecke zu bewältigen hatte: Am Ende war die Feuerwehr Düns am schnellsten. Die Feuerwehrleute aus der 400-Einwohner-Gemeinde konnten zum ersten Mal in der 55-jährigen Geschichte den “Goldenen Helm” mit nach Hause nehmen. Auf dem zweiten Platz landete die Feuerwehr Sibratsgfäll. Die Feuerwehr Bezau sicherte sich den dritten Platz.

















Hindernisse und Knoten
Bei der Jugend kämpften sich die Silbertaler zum Titel „Goldener Feuerwehrjugendhelm“. Platz 2 ging an Wolfurt, Platz 3 an Satteins. Die Nachwuchsflorianis mussten neben einem 400-Meter-Staffellauf inklusive Hindernissen einen 70 Meter langen Hindernislauf mit Wassergraben, Hürde, Kriechtunnel und Laufbrett absolvieren, dabei eine Schlauchleitung verlegen, am Ende mit einer Kübelspritze ein Ziel treffen und Gerätschaften erkennen und Knoten anfertigen.






„Für die Wettkampfgruppen gab es im Bruno-Pezzey-Stadion perfekte Wettkampfbedingungen. Ein großes Dankeschön an die Feuerwehr Lauterach mit ihren Helfern, die hervorragende Rahmenbedingungen für die Landesfeuerwehrleistungsbewerbe 2024 geschaffen hat“, betont Landesfeuerwehrinspektor Herbert Österle. Lob gibt es auch von offizieller Seite. „Die jährlichen Leistungsbewerbe führen neben dem Können unserer Feuerwehrfrauen und -männer vor allem eines vor Augen: dass das Ehrenamt in Vorarlberg tief verankert und unverzichtbar ist. Unsere Feuerwehren zeigen Tag für Tag beispielhaftes Engagement in ihrer freiwilligen Arbeit“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Sicherheitslandesrat Christian Gantner ergänzt: „Auf unsere Feuerwehren ist Verlass: Sie stellen bei jedem Einsatz und bei jeder Übung ihr großes Können und ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis und tragen damit maßgeblich zum hohen Sicherheitsniveau in unserem Land bei. Im gemeinsamen Training sammeln die Feuerwehrjugend und die Aktiven wichtige Erfahrungen und sind damit bestens für den Einsatz gerüstet.“
Zwei Klassen
Der Bewerb kann in zwei Klassen absolviert werden. In der Klasse Bronze hat jedes Gruppenmitglied eine im Vorfeld bestimmte Aufgabe wahrzunehmen. In der Klasse Silber werden die Positionen ausgelost. Der erste Leistungsbewerb wurde in Vorarlberg 1952 in Hard ausgetragen. Der erste Sieger des „Goldene Helms“ war 1969 die Feuerwehr Lustenau. Die Spitzenzeiten beim Löschangriff liegen heute im Schnitt bei rund 30 Sekunden. Unter den Top-3-Seriensiegern des „Goldenen Helms“ sind die Feuerwehr Au (11 Siege), die Feuerwehr Schnifis (8) und die Feuerwehr Lustenau (7).



















































































