Die Torfrau im Handball-Nationalteam

Vorarlberg / 11.01.2026 • 15:00 Uhr
Alissa Sonnleithner ist erste Torhüterin der SSV Damenmannschaft.  (Fussifoto)
Alissa Sonnleithner ist erste Torhüterin der SSV Damenmannschaft. Fussifoto

Alissa Sonnleithner lebt für den Handball und vereint Ehrgeiz, Talent und Teamgeist.

Bregenz Im Leben der 18-jährigen Bregenzerin Alissa Sonnleithner dreht sich alles um Handball. Sie ist Stammtorhüterin der Damenmannschaft des SSV Dornbirn und seit kurzem auch Mitglied des österreichischen Nationalteams des Jahrgangs 2006. Ob in der Bundesliga oder im Nationaltrikot: Alissa Sonnleithner gibt stets ihr Bestes und pariert geschickt die Bälle, die auf ihr Tor zufliegen.

Alissa Sonnleithner ist mit ihrer Mannschaft auf Erfolgskurs. (Fussifoto)
Alissa Sonnleithner ist mit ihrer Mannschaft auf Erfolgskurs. Fussifoto

Ständig in Bewegung

Bereits seit ihrem achten Lebensjahr widmet sich Sonnleithner mit voller Leidenschaft dem Handballsport. „Ich hatte immer den Ehrgeiz, alles zu geben“, erinnert sie sich. Auf die Frage, warum sie Torhüterin wurde, antwortet sie schmunzelnd: „Ich fühle mich dort einfach wohl.“ Ihre Trainer erkannten früh ihr Talent, förderten sie gezielt und ermöglichten ihr spezielles Torwarttraining. Besonders ihr aktueller Torwarttrainer Golub Doknić habe sie sportlich geprägt: „Von ihm habe ich gelernt, wie man richtig im Tor steht.“ Im Tor ist Alissa ständig in Bewegung, denn nur wer agil bleibt, kann schnell reagieren und Bälle abwehren. Täglich arbeitet sie an ihrer Fitness und Technik, um sich stetig zu verbessern. Neben ihrer sportlichen Karriere ist sie als Zahnarztassistentin tätig und schafft es, Beruf und Sport geschickt zu vereinen. „Nach der Arbeit in der Praxis in Lustenau fahre ich mit meiner Vespa direkt zum Training nach Dornbirn“, erzählt sie. Ihre Sportkleidung hat sie dabei immer griffbereit.

Handballspielen schweißt zusammen: Im Team feiern sie viele Erfolge. (Fussifoto)
Handballspielen schweißt zusammen: Im Team feiern sie viele Erfolge. Fussifoto

Konzentration und Technik als Schlüssel zum Erfolg

Seit ihrem Wechsel in die erste Damenmannschaft des SSV Schoren weiß Sonnleithner, wie wichtig gezieltes Technik- und Konzentrationstraining ist. „Ich bin überzeugt, dass man mit einem kühlen Kopf die Nerven bewahrt und so auch im Nationalteam die beste Leistung abrufen kann.“ Alle zwei bis drei Monate trifft sich das österreichische Nachwuchs-Nationalteam zu gemeinsamen Trainings und Testspielen, meist in Wien. Bei der Europameisterschaft erreichte ihre Mannschaft den vierten Platz und qualifizierte sich damit für die Weltmeisterschaft im Juni kommenden Jahres. Sie weiß es zu schätzen, dass sie von ihrem Verein auch als junge Torfrau zum Zug kommt und man ihr die Chance gibt, sich zu beweisen.

Alissa mit ihren Freundinnen: Maja Dechant (links) und Lena Bohle (rechts). (privat)
Alissa mit ihren Freundinnen: Maja Dechant (links) und Lena Bohle (rechts). privat

Respekt auf dem Spielfeld

Im Alltag gilt Alissa Sonnleithner als fröhlich und aufgeschlossen, bleibt aber bei ihren sportlichen Erfolgen bescheiden. Auf dem Spielfeld zeigt sie sich hingegen fokussiert und entschlossen. „Die Gegnerinnen sollen Respekt vor mir haben und wissen, dass ich es ihnen keinesfalls leicht machen werde“, erklärt sie. Ihre sportlichen Ziele sind klar: Dranbleiben, weiter hart trainieren und sich stetig verbessern. Auch wenn sie einmal selbst nicht spielt, ist sie in der Halle, um andere Spiele zu verfolgen und sich mit ihren Freunden zu treffen. „Alle meine Freunde spielen Handball. Ein Leben ohne diesen Sport kann ich mir gar nicht mehr vorstellen”, sagt sie. Nach einem kurzen Dehnen verabschiedet sie sich von ihren Arbeitskolleginnen und macht sich bereit fürs nächste Training. BVS

“”Im Tor fühl ich mich einfach wohl””

Zur Person

Alissa Sonnleithner
Geboren am 2. Mai 2007 in Bregenz
Hobbies Handballspielen, Freunde treffen
 

Im Tor fühlt sie sich wohl: Die 18-jährige Alissa Sonnleithner. (Fussifoto)
Im Tor fühlt sie sich wohl: Die 18-jährige Alissa Sonnleithner. Fussifoto