Auto krachte in Johannes Königs Garten – nun fordert er strengere Kontrollen: “Tempo 30 ist er definitiv nicht gefahren”

Ein Auto kam von der Hofsteigstraße in Lustenau ab und fuhr in sein Haus. So erlebte Johannes König das Wochenende.
Lustenau “Für uns war es natürlich eine kurze Nacht”, blickt Johannes König auf das Wochenende zurück. Seine Familie und er wurden am Sonntag kurz vor 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Ein Pkw mit drei Insassen kam von der Straße ab und durchschlug ihr Garagentor.

Die drei Insassen im Alter von 19 und 20 Jahren waren auf dem Nachhauseweg von der Diskothek und wollten in Richtung Rhein. In der scharfen Kurve nahe dem Gasthof Frühlingsgarten kamen sie von der Straße ab. Ein schwerer Felsbrocken im Garten konnte das Fahrzeug nicht zum Halten bringen und wurde mitgerissen. Das Auto durchbrach mit dem Kofferraum das Garagentor und kam seitlich zum Liegen.
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Der Unternehmer – König ist der Geschäftsführer eines Supermarktes im Ort – lebt gemeinsam mit den Eltern im Mehrfamilienhaus, um 3.40 Uhr waren alle längst im Bett. “Ich hab zuerst gar nicht richtig verstanden, was passiert ist”, erklärt der 43-Jährige. Schließlich hat er sein Schlafzimmer auf der Rückseite des Hauses. Als er aus dem Haus trat, hatten sich die drei jungen Männer bereits aus dem Auto befreit, die Rettung war bereits alarmiert. Deren Einsatz nahm er sehr positiv als professionell und gut aufeinander abgestimmt wahr. “Dennoch ist es erschreckend, wenn du plötzlich so ein Großaufgebot im Garten hast.”
Vater kam sich entschuldigen
Lob hat König auch für den Vater des vermeintlichen Unfallfahrers. Dieser war noch am Sonntag bei ihnen, sich entschuldigen und für den Fall der Fälle die Kontaktdaten dazulassen. “Das tut nicht jeder”, zollt er ihm Respekt, das sehe und höre man heutzutage selten.
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Bei der Unfallursache macht sich der 43-Jährige wenig vor. “Mit Tempo 30 ist er definitiv nicht gefahren”, verweist er auf den von der Feuerwehr wieder eingesetzten Felsbrocken neben der Einfahrt. “Der Stein lag mitten im Parkplatz. Wenn ich mit 30 in den Stein fahre, bewegt der sich nicht.” In der Hofsteigstraße sei zu hohes Tempo gerade in den Nachtstunden nichts Neues. “Es ist spät, man war in der Disko, da will man rasch nach Hause, da muss man nicht einmal was getrunken haben”, erklärt König.

Das Tempolimit von 30 helfe wenig, ist der Anrainer überzeugt. “Es sind wegen dem 30er nicht weniger Unfälle geworden. Die, die schnell fahren, fahren bei 30 schnell und bei 40 schnell”, erläutert König. Der Kontroll- und Strafdruck müsse höher sein. “Ich bin der Meinung, man sollte allgemein mehr Radar haben und das auch bei geringerer Geschwindigkeit. Also, bei einem 30er nicht erst bei Tempo 40 blitzen.” Wer öfter zahlen müsse, würde es auch eher lernen.
Alt-Bürgermeister Kurt Fischer verweist auf seinen sozialen Konten auf die eidgenössische Gesetzgebung. Rasern drohen dort nicht nur die Fahrzeugabnahme, sondern sogar Gefängnisstrafen. Die Folge aus seiner Sicht: Die Schweiz hat weit weniger Verkehrstote als Österreich.