Neues Café in Hohenems: “Fast wie ein Museumsbesuch”

Die Schwestern Eva Motter und Elvira Flora eröffnen in der altehrwürdigen Villa Rosenthal das Café “Rosa & Rot”.
Hohenems Rosa und Rot sind bei Elvira Flora und Eva Motter Programm. So heißt auch ihr neues Café, das die Schwestern in der kommenden Woche im Vorarlberger Literaturhaus in der historischen Villa Rosenthal Hohenems eröffnen. Möbel, Dekoration und selbst die Outfits der Gastgeberinnen folgen konsequent dem Farbkonzept.

Die Idee zu einem gemeinsamen Projekt begleitet die beiden bereits seit rund 15 Jahren. “Unser Traum war es immer, irgendwann ein Schwesterncafé zu eröffnen”, sagt Elvira Flora. Dieser Traum wird nun Wirklichkeit, und zwar in der ehemaligen Kegelbahn des historischen Hauses aus dem Jahr 1890. Als sich ihnen im Zuge der Revitalisierung der Villa Rosenthal und der Eröffnung des Literaturhauses die Möglichkeit bot, das Café zum Leben zu erwecken, zögerten die beiden nicht lange, auch wenn der Schritt in die Gastronomie für beide ein Neuanfang ist. Eva Motter ist gelernte technische Zeichnerin, Elvira Flora war zuletzt als Museumspädagogin tätig. Von Beginn an hatten die beiden ein klares Konzept im Kopf, das auch Projektentwickler Markus Schadenbauer überzeugte.

Der Name für das Café stand für die Neo-Gastronominnen schnell fest: “Rosa und Rot passen einerseits gut zur Villa Rosenthal. Außerdem lieben wir diese Farben und sie spiegeln unsere beiden Charaktere wider”, sagt Elvira Flora.
Wie der Name und die Möblierung ist auch das Speise- und Getränkeangebot gut durchdacht. “Wir bieten ein rosa Frühstück, also ein süßes Frühstück, sowie ein rotes Frühstück mit pikanten Zutaten an. Serviert wird passend dazu auf rosafarbenen und roten Tellern”, erzählt Eva Motter. Darüber hinaus finden sich ein Pariser Frühstück mit französischem Croissant, hausgemachtes Müsli sowie eine Auswahl an belegten Broten und süßen Leckereien wie Gugelhupf auf der Karte. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Getränke, darunter hausgemachte Limonaden.

Gäste können künftig in einem besonderen Ambiente Platz nehmen. Wandmalereien aus dem Jahr 1890 mit japanischen Motiven sind ebenso erhalten geblieben wie Originalelemente aus der Zeit, als der Raum noch als Kegelbahn genutzt wurde. “Dass man hier in einem so geschichtsträchtigen Raum sitzt, macht den Ort besonders”, sagt Motter. Ergänzt wird das Café durch zwei Terrassen – eine im vorderen Bereich der Villa und eine im Park mit Blick auf den ehemaligen Fuhrpark für die Pferde. “Es ist fast wie ein Museumsbesuch, wenn man zu uns kommt. Ein solches Ambiente findet man kein zweites Mal”, sagen die beiden.

Auch für die Zukunft haben die Schwestern bereits viele Ideen. Geplant sind unter anderem Themenabende, musikalische Formate und regelmäßige Veranstaltungen. Am Valentinstag soll etwa ein “Open Piano” stattfinden, bei dem Gäste selbst Platz nehmen und spielen können. Zudem ist an jedem ersten Sonntag im Monat ein Brunch vorgesehen. “Kreative Ideen sind genügend da”, betonen die beiden. “Aber erst mal wollen wir uns ein bisschen einspielen und die ersten Gäste begrüßen.”
Bei den beiden mischt sich unter die Vorfreude auch ein wenig Nervosität: “Ein Café zu eröffnen erfordert natürlich Mut, gerade in diesen Zeiten”, unterstreicht Elvira Flora. “Aber wir wollen unser Lokal so führen, wie wir es uns selbst wünschen würden, wenn wir Gast sind. Die Menschen sollen sich bei uns einfach wohlfühlen.”
“Rosa & Rot” wird am 4. Februar um 17 Uhr eröffnet. Ab 6. Februar ist das Café zu den regulären Zeiten geöffnet. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag: 9 bis 17 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat