Sperren und Umleitungen bei Dornbirn-Süd: “Der Zustand hat sich massiv verschlechtert”

Vier Jahre nach der Eröffnung der Anschlussstelle wird die L45-Unterführung um 2,5 Millionen Euro saniert.
Dornbirn Die Asfinag startet in die neue Bausaison. Ab nächster Woche müssen sich Verkehrsteilnehmer im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Dornbirn-Süd auf längere Einschränkungen einstellen. Der Grund: Die Unterführung an der L45 wird saniert.

Die neue Autobahn-Anschlussstelle Dornbirn-Süd wurde Ende Februar 2022 für den Verkehr freigegeben. In das Projekt haben Land, Gemeinden und Asfinag inklusive Neubau der Verbindungsstraße zwischen Autobahnanschluss und Messequartier (“An der Fuhr”), Ausbau der Bleichestraße und Erweiterung des Radwegenetzes knapp 42,5 Millionen Euro investiert.

Die Unterführung selbst sei damals nicht saniert worden, erläutert Asfinag-Projektleiter Christian Hartmann. “Wir haben dort nur zwei Flügelmauern ergänzt, weil die Fahrbahn auf der Autobahn in den Außenbereichen verbreitert wurde. Die Unterführung unten zu sanieren, war eigentlich nicht geplant”, führt er aus.

Am 16. Februar wird die Sanierung nun doch in Angriff genommen. Auf der A14 selbst stehen laut Asfinag während der Bauarbeiten in jede Fahrtrichtung immer zwei Fahrspuren zur Verfügung. Die Abfahrt in Fahrtrichtung Innsbruck wird allerdings, ebenso wie die Unterführung, gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die nächstgelegenen Anschlussstellen und das untergeordnete Straßennetz.


“In den letzten vier Jahren hat sich der Zustand der Bewegungsfugen im Bestand massiv verschlechtert”, sagt der Projektleiter. Das Problem: Die Unterführung ist in Bewegung. Da sie im Grundwasser steht, tritt Wasser durch die immer schlechter werdenden Fugen ein. “Man hat zwischenzeitlich versucht, das Problem zu lösen und eine beheizte Schlitzrinne eingebaut, damit das Wasser auch im Winter abfließt, aber das hat nicht zum Ziel geführt. Wir müssen das Bauwerk daher massiver angreifen. Danach sollte das mit dem Wasser hoffentlich erledigt sein”, ergänzt Christian Hartmann.

Der Autobahnbetreiber investiert in die Sanierung rund 2,5 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen bis Mitte Juli 2026 abgeschlossen sein.