“Ich werde einmal Bergretterin”, sagt die kleine Johanna und wartet auf ihre Fahrt mit dem Pistenbully

Es ist Ferienzeit in Vorarlberg und auf der Piste ist schon alles da: Nervosität, Stolz, kalte Finger und große Träume. Für viele Kinder beginnt jetzt eine unvergessliche Ferienwoche.
Darum geht’s:
- Kinderfreundliches Ferienprogramm in Skigebiet Laterns organisiert.
- Verschiedene Aktivitäten und Kurse für Kinder angeboten.
- Skischule bietet nur private Kurse an.
Laterns Schon am ersten Ferientag liegt Leben in der Luft. Kinderstimmen hallen durchs Skigebiet, bunte Helme blitzen im Schnee, Skilehrer geben letzte Anweisungen. In Laterns haben die Semesterferien mit viel Sonne und einem blauen Himmel begonnen. Mittendrin sind der Skiverein Laterns, die Seilbahnen und die Skischulen, vor allem aber viele motivierte Kinder.
Mit einem Gewinnspiel auf den Berg
Die Seilbahnen Laterns haben für die Ferienwoche ein eigenes Programm geschnürt. Anna-Katharina Schramm-Rauch, Geschäftsführerin der Seilbahnen, spricht von einem bewusst kinderfreundlichen Angebot: “Jedes Kind bekommt beim Ticketkauf ein Säftchen, man kann mit dem Yippie-Bär am Glücksrad drehen, es gibt Überraschungen auf der Falba Stuba und gratis Skiverleih bis sieben Jahre.”

Dazu kommt ein tägliches Rahmenprogramm: Pistenbully-Mitfahrten als Highlight, ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder, eine Faschingsparty im Kinderland mit Schminken – und zum Abschluss der Woche eine Paragliding-Show, sofern das Wetter mitspielt. Dabei sein können alle, die ins Skigebiet kommen.


“Ich will auf jeden Fall Bergretter werden”
Ein besonderer Moment dieser Woche ist die Begegnung mit den Pistenfahrzeugen. Jonathan beobachtet die Vorführung aufmerksam – und denkt gleich weiter: “Ich frage mich, warum sie die Walze nicht runterlassen, dann könnten sie gleich alles sauber machen und noch einen Streifen präparieren.” Im Pistenfahrzeug fühlt er sich sichtlich wohl. “Ich setze mich hinein und schaue, wie man das macht”, sagt der 11-Jährige. Sein Berufswunsch steht ebenfalls schon fest: “Ich will auf jeden Fall Bergretter werden.” Auch seine kleine Schwester Johanna ist sich sicher: “Ich habe schon ein Safe Kid und will auch Bergretterin werden.”


Skikurse, nur noch privat und individuell
Dass die Ferienzeit Hochsaison ist, bestätigt auch Simone Marte von der Skischule Furka Gapfohl. “Wir sind fast die ganze Woche ausgebucht. Wer einen Skikurs möchte, sollte sich frühzeitig melden.”

Die Skischule setzt ausschließlich auf Privatkurse. “So können wir individueller auf Kinder und Erwachsene eingehen.” Anfänger, Wiedereinsteiger, Techniktraining: alles ist dabei. Gruppenbuchungen gibt es bewusst nicht mehr. “Es sind meist Familien oder Geschwister, fremde Personen sind eigentlich nie gemeinsam in einem Kurs.”
Kaderschmiede Skiverein
“Wir trainieren hier mit unseren Skikaderläufern und bieten in den Semesterferien nicht nur Trainingseinheiten, sondern auch Hüttenübernachtungen für das Kinder- und das Schülerkader an”, erklärt Andrea Heinzle vom Skiverein Laterns.

Neben dem Training stehen auch Rennen auf dem Programm. Fix eingeplant ist etwa das Rossignol Hero Kids Race in Sibratsgfäll, dazu kommen weitere Bewerbe und – wenn es sich ausgeht – ein Faschingstraining, bei dem verkleidet über die Piste gefahren wird.

Freude an der Bewegung und Sozialkompetenz
Der organisatorische Aufwand ist groß. Einheitliche Skianzüge, Trainerteams, Betreuung – all das passiert nicht nebenbei. “Ohne die Unterstützung der Eltern würde das mit so vielen Kindern gar nicht gehen”, sagt Heinzle. Der Einsatz lohne sich aber: Kinder lernen Sozialkompetenz, Koordination und vor allem Freude an Bewegung. “Das ist das Um und Auf, um Kinder gut und gesund in die Erwachsenenwelt zu begleiten”, so Heinzle. “Hier lernen wir, wie man sicher auf der Piste unterwegs ist”, sagt ein kleiner Nachwuchsläufer und flitzt davon.
