Leerstelle im Feldkircher Prestigequartier – und trotzdem passiert etwas im Hintergrund

Vorarlberg / 22.04.2026 • 17:00 Uhr
Leerstelle im Feldkircher Prestigequartier – und trotzdem passiert etwas im Hintergrund
Der ehemalige Adeg ist bereits seit letztem Jahr geschlossen.VN/Beate Rhomberg

Am Feldkircher Bahnhofsquartier Nord steht der Nahversorger seit Monaten leer.

Feldkirch Blickdichte Scheiben, kein Betrieb, keine Kundschaft: Dort, wo am Feldkircher Bahnhof noch bis letzten Sommer Lebensmittel verkauft wurden, herrscht seit Monaten Leere.

Leerstelle im Feldkircher Prestigequartier – und trotzdem passiert etwas im Hintergrund
Vor dem Adeg war hier jahrelang ein Billa. Momentan gibt es Gespräche zwischen der Stadt Feldkirch und der Rewe Group für eine künftige Entwicklung.VN/Beate Rhomberg

Rückblick: Bereits Ende 2023 hatte die Schließung der Billa-Filiale in Levis viele Kundinnen und Kunden überrascht. Ohne große Vorankündigung standen sie vor verschlossenen Türen. Kurz darauf wurde das Geschäft in eine Adeg-Filiale umgebaut. Doch auch dieser Markt ist seit Mitte des vergangenen Jahres geschlossen. Damit steht eine zentrale Geschäftsfläche in einem der wichtigsten Entwicklungsgebiete der Stadt rund um die Bahnhofcity leer.

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Verschiedene Möglichkeiten

Parallel dazu dürfte sich im Hintergrund bereits Neues anbahnen, wie die VN in Erfahrung brachten. Sowohl die Stadt Feldkirch als auch Grundstückseigentümer Rewe bestätigen auf Anfrage, dass es Überlegungen für eine künftige Entwicklung des Areals gibt, bleiben aber vage.

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Man prüfe aktuell verschiedene Möglichkeiten für eine Entwicklung des Areals, befinde sich aber “in einem sehr frühen Stadium”, heißt es vonseiten der Rewe Group. Auch die Stadt verweist auf laufende Gespräche mit dem Grundeigentümer, betont jedoch, dass das Verfahren noch nicht gestartet sei.

Leerstelle im Feldkircher Prestigequartier – und trotzdem passiert etwas im Hintergrund
Die Liegenschaft gehört der Billa Immobilien GmbH.VN/Beate Rhomberg

Dass sich dennoch etwas bewegt, bestätigt Caritas-Direktor Walter Schmolly. Die Caritas ist im Bahnhofsquartier auf einem Grundstück der Stadt, angrenzend zum Grundstück der Billa Immobilien GmbH, sowohl mit Büroräumlichkeiten als auch mit dem Caritas-Café vertreten, das als niederschwelliger Treffpunkt eine wichtige soziale Funktion erfüllt. Es gebe Planungen für das Quartier, die Stadt habe bereits signalisiert, dass der Standort des Caritas-Cafés in Bahnhofsnähe erhalten bleiben soll.

Leerstelle im Feldkircher Prestigequartier – und trotzdem passiert etwas im Hintergrund
Das Caritas-Café befindet sich angrenzend auf einem Grundstück der Stadt Feldkirch.VN/Beate Rhomberg

Zwanzig Jahre lang kaufte die Stadt Feldkirch am Bahnhofsareal Baugründe auf, um beim neuen Zentrum abseits des eigentlichen Stadtkerns die Feder führen zu können. Nach vier Jahren Bauzeit wurde die Bahnhofcity am 26. April 2023 eröffnet. Wohnen, Arbeiten, Handel und Gastronomie sollten hier zusammenfinden. Bereits im Vorfeld war von hoher Nachfrage und vom “modernsten Stadtquartier Vorarlbergs” die Rede.

Klar ist: Das Gebiet rund um den Bahnhof bleibt in Bewegung. Wie es Bahnhofsquartier Nord konkret weitergeht, ist derzeit aber noch offen.

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