WhatsApp-Segen für Maturanten: Bischof bietet persönliche Gebetsunterstützung während Prüfungen an

Auch heuer begleitet die Aktion „Be Blessed“ Maturantinnen und Maturanten durch die Prüfungswochen: Bischof Benno Elbs spendet wieder persönliche Segensbotschaften per WhatsApp.
Feldkirch Von 5. bis 11. Mai 2026 finden in ganz Österreich die schriftlichen Maturaprüfungen statt. In dieser Zeit steht den Prüflingen erneut ein besonderes Angebot offen: Während der gesamten Prüfungswoche können sie sich per WhatsApp direkt an den Bischof wenden und um einen persönlichen Segen bitten.

Für alle angemeldeten Prüflinge werden an den Prüfungstagen in wechselnden Kirchen in Österreich Kerzen entzündet, die während der schriftlichen Matura brennen. Am jeweiligen Prüfungstag erhalten die Jugendlichen ein Segensvideo per WhatsApp. Zusätzlich steht das Team für Nachrichten und Anliegen zur Verfügung, denn persönliche Gebetsanliegen werden von den Franziskanerinnen in Vöcklabruck aufgegriffen.
Tausende Anfragen
Das Angebot wurde bereits im vergangenen Jahr stark genutzt. Mehr als 13.000 personalisierte Segensvideos wurden jeweils am Tag der entsprechenden Maturaprüfung verschickt. Rund 4000 Schülerinnen und Schüler nahmen zusätzlich das Angebot wahr, dass eigens für sie gebetet wird. Besonders gefragt war der Segen vor der Mathematik-Matura.

Heuer gibt es zudem eine Neuerung: Erstmals können auch Maturantinnen und Maturanten aus Südtirol an der Aktion teilnehmen. Damit wächst das Projekt über die österreichischen Grenzen hinaus.

“Maturasegen to go”
Einen gemeinsamen Zoom‑Call wie im Vorjahr wird es diesmal nicht geben. Dennoch plant Bischof Benno Elbs ergänzende Angebote: Am Sonntag vor Beginn der Maturawoche wird er auf seinem Instagram‑Account ein eigenes Segensvideo veröffentlichen.
Darüber hinaus bietet das Team der Katholischen Kirche Dornbirn am 30. April von 9 bis 12 Uhr im Sportgymnasium Dornbirn einen „Maturasegen to go“ an – ein persönliches Segensangebot vor Ort.
Zuspruch in der Maturazeit
Bischof Benno Elbs sieht im Segen eine besonders persönliche Form der Begleitung. „Segen ist etwas sehr Persönliches, Unmittelbares. Es schafft Nähe von Mensch zu Mensch und von Gott zum Menschen“, sagt er. Der Begriff segnen stamme vom lateinischen benedicere, also „Gutes sagen“. Ein Segen sei Zuspruch, Ermutigung und Stärkung.

Die Rückmeldungen auf die Aktion seien durchwegs positiv, berichtet Elbs. Jugendliche ebenso wie Eltern und Großeltern hätten ihn mehrfach darauf angesprochen. Zugleich stellt der Bischof klar: „Lernen muss man trotzdem. Die Aktion ist kein ‚göttlicher Freibrief‘ für die Prüfungen.“ Zu wissen, dass jemand an einen denke und bete, könne jedoch helfen, gelassener in eine Prüfung zu gehen.
Persönlich habe ihn vor allem das Turnen nervös gemacht: „Vor so mancher Turnstunde hätte es mir sehr geholfen zu wissen, dass jemand an mich denkt“, erzählt der Bischof.

Formate wie dieses bereiten ihm große Freude. „Menschen zu begleiten, ihnen Zuspruch zu geben und sie zu segnen, ist ein Kernbereich kirchlichen Handelns“, sagt Bischof Benno Elbs. Für die Maturawoche habe er sich an jedem Prüfungstag bewusst Zeit genommen, um für alle angemeldeten Maturantinnen und Maturanten zu beten und sie zu segnen.