Großer Putztag in Schoppernau: Pfarrkirche wieder auf Vordermann gebracht

Die regelmäßige Pflege einer Kirche ist harte Arbeit. Umso willkommener war der freiwillige Einsatz der Schoppernauer, die mit viel Elan am Putztag teilnahmen.
von Mona Pfefferkorn
Schoppernau Es ist acht Uhr an einem Montagvormittag in Schoppernau. Vor der Pfarrkirche wartet Manuela Beer auf ihre fleißigen Helfer. Obwohl im Vergleich zum Vorjahr weniger Freiwillige vor Ort sind, gilt von Anfang an: Die kleine Truppe steht voller Tatendrang bereit, das Gotteshaus mit vereinten Kräften von Schmutz zu befreien.

Seit mittlerweile vier Jahren wird die freiwillige Aktion von Manuela Beer organisiert. Eigentlich unter dem Motto: Viele Hände – schnelles Ende. Letztes Jahr war die gesamte Kirche dank der über 30 Helfer in knapp zwei Stunden blitzblank. Beim Blick durch den großen Hauptraum der Kirche um kurz nach halb neun wird jedoch klar, dass es dieses Mal wohl etwas länger dauern könnte. Mit einem Anflug von Enttäuschung stellt Beer fest: “Die letzten zwei Jahre waren wir echt viele, heute sind es im Vergleich dazu ziemlich wenige.” Dass es dieses Jahr weniger Helfer sind, hält aber niemanden davon ab, motiviert und tatkräftig beim Putzen mitzuhelfen.

Hinter der Aktion steckt ein einfacher Gedanke: Der freiwillige Einsatz soll vor allem den vier Frauen, die die Kirche sonst immer putzen, unter die Arme greifen. Die regelmäßige Pflege des großen Gebäudes ist essenziell und besonders das Bodenschrubben ist körperlich sehr anstrengend.

Von den anwesenden Helfern ist Petra Ritter heute zum ersten Mal dabei. Manuela Moosbrugger unterstützt die Aktion bereits zum zweiten Mal. Beide haben Kinder, die in diesem Jahr ihre Erstkommunion feiern. “Wir helfen für den guten Zweck. Wir wollen einfach unseren Beitrag dazu leisten”, sind sich die beiden einig. Für Manuela Moosbrugger geht es dabei um das große Ganze: “Eine Gemeinschaft kann schließlich nur bestehen, wenn alle ein bisschen mithelfen.”

Ebenfalls zum ersten Mal mit von der Partie ist Bettina Buchholz, die ihre kleine Tochter Josefine mitgebracht hat. Da auch sie ein Erstkommunionskind zu Hause hat, wollte sie unbedingt beim Kirchenputz dabei sein. Josefine beweist als jüngste Helferin direkt, dass man nie zu klein ist, um ordentlich mitzuhelfen.

Als sprichwörtlicher Hahn im Korb sorgt Herbert Strolz für die maskuline Unterstützung und packt überall mit an, wo seine Hilfe benötigt wird. Auf die Frage, was denn sein persönlicher Grund für den heutigen Einsatz sei, antwortet er mit einem Augenzwinkern: “Meine Frau!” Aus der Runde kommt direkt der scherzhafte Konter, dass er als Pensionist ja sowieso Zeit habe. Die anschließenden Lacher zeigen, dass trotz der Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Die Stimmung im Team bleibt trotz der kleineren Runde gut. Schließlich zeigen alle Beteiligten großes Verständnis dafür, dass an einem Montagvormittag viele einfach arbeiten müssen oder im Alltag anderweitig eingespannt sind. Daher freut man sich umso mehr über jede einzelne Hand, die helfend mit anpackt. Am Ende zeigt sich, dass die Kirche auch mit einer kleinen Mannschaft wieder zum Glänzen kommt.