“Fühle mich allein gelassen” – Die Baustelle am Messepark lässt Anrainer wenig Ruhe

Auch bei der Messepark-Baustelle muss hin und wieder Ruhe herrschen. Leider klappt dies nicht immer, klagt ein Anrainer.
Dornbirn Seit Anfang April laufen die Erweiterungs- und Umbauarbeiten am Messepark am Rande von Dornbirn. Doch selten sind solche Großprojekte ohne Reibereien umsetzbar – vor allem, wenn man die Uhr außer Acht lässt.

So gilt auch auf der Messepark-Baustelle von 12 bis 13 Uhr eine Mittagsruhe, nicht zuletzt aus Rücksicht auf die Nachbarschaft. So will es die Baubehörde, die dies im Bescheid auch so festlegt. Doch immer wieder wurde auf die Mittagsruhe vergessen, klagt ein Anrainer. Er wohnt im Heinzenbeer, nur wenige Dutzend Meter von der Messeparkkreuzung entfernt.
Problem Ruhezeiten
“Die Baustelle ist für mich absolut in Ordnung”, betont der Anrainer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, im persönlichen Gespräch mit den VN. “Der Lärm ist meist per se überschaubar, es ist halt eine Baustelle. Aber mir geht es darum, dass man die Ruhezeiten einhält.” Erlaubt sind lärmerregende Tätigkeiten Montag bis Freitag von 7 bis 12 und 13 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 7 bis 12 Uhr. Doch in den letzten Wochen erlebte man im Heinzenbeer alles: von verfrühtem Baubeginn über durchgearbeitete Mittagspausen bis zu überlangen Arbeitsstunden.
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Am 29. April sei es besonders rücksichtslos gewesen: Zwischen drei und vier Uhr in der Nacht begann man laut ihm mit Schräm- und Bohrarbeiten. Von einer Nachtruhe war man da weit entfernt. Der Anrainer beschwerte sich vor Ort, hielt die Situation per Video fest. Scheinbar wurde die Nacht genutzt, um ohne Kundenverkehr einen Fluchtweg aufzubereiten. Inzwischen war er viermal bei der Stadt und der Stadtpolizei vorstellig. Nach jeder Anzeige gehe es eine Zeit lang gut, aber nie lange. “Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich an die Zeiten hält, ist überschaubar”, ist er resigniert.
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Immerhin beginne man inzwischen kaum mehr zu früh. “Es ist traurig, dass ich nun an die Medien gehen muss. Aber ich fühle mich allein gelassen, und dass man wenig Verständnis für mich hat.” Von den Bauarbeitern bekomme er eher das Gefühl vermittelt, dass man den Lärm zu jeder Zeit akzeptieren muss. Ihm wird auch vermittelt, dass die Stadt nicht die Ressourcen habe, die Einhaltung der Ruhezeiten zu kontrollieren.
Das sagt der Bauherr
“Als Bauherr halten wir uns selbstverständlich an die Vorgaben im Baubescheid und weisen auch unsere Baufirmen darauf hin, dies zu tun. Wir haben immer ein offenes Ohr für unsere Anrainer und ihre Anliegen”, versichert Anton Gustav Birnbaum, Geschäftsführer der JDL GmbH und für das Projekt Messepark neu Verantwortlicher. Man habe zu Spitzenzeiten an die 200 Arbeiter auf der Baustelle, über deren Tatendrang man sich durchaus freue. Und grundsätzlich nicht lärmerregende Tätigkeiten dürften auch außerhalb der genannten Uhrzeiten durchgeführt werden.

Birnbaum wisse derzeit von zwei offiziellen Beschwerden: eine wegen einer durchgearbeiteten Mittagsruhe und einem zu frühen Arbeitsbeginn. Es finde wöchentlich eine Besprechung mit den ausführenden Baufirmen, Projektleitern und den Bauherren statt. Dort habe man “mit Nachdruck” auf die genehmigten Bauzeiten verwiesen, die einzuhalten seien.
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Man sei auch weiterhin um eine klare Kommunikation und einen engen Austausch mit Anrainern bemüht. Damit verbunden sei die Bitte, Ärgernisse an office@jdl-gmbh.at zu melden.