Trotz Sommerhitze: Bergrettung warnt vor versteckten Gefahren

Vorarlberg / 29.05.2026 • 20:02 Uhr

Auch wenn im Tal bereits hochsommerliche Temperaturen herrschen, sind viele Wanderwege in höheren Lagen noch von Schnee betroffen. Bergretter Klaus Drexel appelliert deshalb an eine sorgfältige Tourenplanung und die richtige Ausrüstung.

“Wir haben keine Zwischensaisonen mehr, es wird von Winter auf Sommer”, sagte Klaus Drexel von der Bergrettung Vorarlberg in der Sendung “Vorarlberg Live”. Während in den Tälern bereits Badewetter herrscht, seien in den Hochlagen weiterhin Schneefelder anzutreffen. Besonders gefährlich seien dabei Rutschunfälle sowie zugeschneite Bäche, bei denen Einbruchgefahr bestehe.

Wer eine Bergtour plant, sollte sich laut Drexel intensiv mit den aktuellen Bedingungen auseinandersetzen und die Route an die eigenen Fähigkeiten anpassen.

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Planung, Einschätzung, Ausrüstung, Kontrolle

Als Orientierung empfiehlt die Bergrettung das sogenannte “PEAK-System”. Dabei steht das “P” für Planung, das “E” für Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, das “A” für Ausrüstung und das “K” für Kontrolle. Vor allem die Selbstüberschätzung sei immer wieder eine Ursache für Notfälle im alpinen Gelände.

Für weniger erfahrene Bergsportler seien Tourismusbüros, Alpenverein oder Bergführerverbände wichtige Anlaufstellen für Informationen und Tourenvorschläge.

Handy gehört zur Grundausstattung

Bei der Ausrüstung nennt Drexel vor allem das Mobiltelefon als unverzichtbar. Zusätzlich sollten Wanderer ein Erste-Hilfe-Paket, wetterangepasste Kleidung, Sonnenschutz sowie geeignetes Schuhwerk dabeihaben. In alpinerem Gelände könne je nach Tour auch zusätzliche Schutzausrüstung erforderlich sein.

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Einsatzzahlen steigen weiter

Die Bergrettung Vorarlberg verzeichnet seit Jahren steigende Einsatzzahlen. Als Gründe nennt Drexel die zunehmende Beliebtheit von Bergsport und Freizeitaktivitäten in der Natur. Besonders deutlich sei dieser Trend seit der Corona-Pandemie spürbar geworden.

Trotz der steigenden Anforderungen gibt es bei der Bergrettung derzeit keine Nachwuchssorgen. Nach Angaben von Drexel zählt die Organisation inzwischen mehr als 1.400 Mitglieder in Vorarlberg. Auch die Jugendbergrettung wachse kontinuierlich.

“Ohne Ehrenamt funktioniert das System nicht”, betonte Drexel mit Blick auf die Zukunft der Bergrettung.

Trotz Sommerhitze: Bergrettung warnt vor versteckten Gefahren
VOL.AT Redaktuerin Katharina Schaad und Klaus Drexel von der Bergrettung Vorarlberg. ©LÄNDLE TV

(VOL.AT)