Wer kommt, wer geht? Pfarrerwechsel in den Gemeinden im Überblick

Vorarlberg / 05.07.2026 • 08:00 Uhr
Wer kommt, wer geht? Pfarrerwechsel in den Gemeinden im Überblick
Die Diözese Feldkirch ordnet zahlreiche Pfarren und Seelsorgeräume neu. Mehrere Priester übernehmen neue Aufgaben. VN, Archiv

Diözese regelt zahlreiche Pfarrerwechsel: Mehrere Vorarlberger Pfarren bekommen neue Verantwortliche. Doch nicht alle Pfarren können besetzt werden.

Feldkirch Die Diözese Feldkirch ordnet mehrere Pfarren und Seelsorgeräume in Vorarlberg neu. Grund dafür sind Pensionierungen, bereits angekündigte Wechsel und neue Aufgaben für Priester. Wie Hans Rapp, Leiter Personal und Entwicklung, auf Anfrage der VN mitteilt, bleibt der im Vorjahr angekündigte Zeitplan für die Dompfarre Feldkirch und das Vorderland unverändert.

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Hans Rapp ist Leiter Personal und Entwicklung bei der Diözese Feldkirch. Katholische Kirche Vorarlberg

Der wohl prominenteste Wechsel betrifft die Dompfarre in Feldkirch: Thomas Heilbrun, bisher für den Seelsorgeraum Hohenems zuständig, tritt mit September seine neue Aufgabe als Dompfarrer in Feldkirch an.

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Thomas Heilbrun ist ab September der neue Dompfarrer in Feldkirch. SIE
Wahlsonntag EU-Wahl Feldkirch, Reichenfeldfest
Fabian Jochum leitete seit 2020 die Geschicke der Dompfarre Feldkirch und wechselt nun ins Vorderland. VN/Rauch

Fabian Jochum wechselt von der Dompfarre ins Vorderland, Mathias Bitsche übernimmt Hohenems. Dort ist Bitsche bereits seit Ostern operativer Leiter; ab September wird er von Diakon Manfred Sutter unterstützt.

Segnung des Würbel-Areals
Mathias Bitsche ist seit Ostern operativer Leiter des Seelsorgeraums Hohenems neben seiner Tätigkeit als Pfarrmoderator der Seelsorgeregion Vorderland. VN

Geklärt ist auch die Nachfolge in Tisis: Stefan Biondi, Vikar des Pfarrverbandes Nofels-Tisis-Tosters, geht mit Ende August in Pension. Ihm folgt Cristian Silviu Salca nach. In Feldkirch ist der gebürtige Rumäne kein Unbekannter: 2021 war er Kaplan in der Dompfarre, zuletzt wirkte er im Mittleren Montafon.

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In der Pfarre Tisis übernimmt ab Herbst Christian Silviu Salca (37). VN

Auch in anderen Gemeinden stehen Veränderungen an. In Nenzing übernimmt Johannes Kolasa nach der Pensionierung von Joy Peter Tattakath. Kolasa, Jahrgang 1981, stammt aus Polen, gehört dem Franziskanerorden an, war bisher in Schoppernau, Schröcken und Warth tätig und gilt im Hinterwald als beliebter Seelsorger.

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Nach 18 Jahren in Egg und Großdorf wechselt Pfr. Friedel Kaufmann in die Pfarre Schoppernau-Schröcken-Warth. VN/Archiv

Im Pfarrverband Blons, St. Gerold und Thüringerberg folgt Gabriel Steiner auf Pater Christoph Müller. Der aus Nüziders stammende Priester ist wegen seiner Liebe zu den Bergen auch als “Bergpfarrer” bekannt.

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Gabriel Steiner ist wegen seiner Liebe zu den Bergen auch als “Bergpfarrer” bekannt. Er folgt auf Pater Christoph Müller als Pfarrmoderator im Pfarrverband Blons, St. Gerold und Thüringerberg und verlässt den Pfarrverband Am Kumma.Sco

Nicht überall dauerhafte Lösungen

Nicht überall gibt es eine dauerhafte Lösung: In Andelsbuch, Egg, Großdorf und Schwarzenberg übernimmt Mihai Cristian Anghel für ein Jahr die Verantwortung, unterstützt von Pater Benno Skwara aus Bezau. Der bisherige Pfarrer Friedel Kaufmann wechselt nach 18 Jahren in den Pfarrverband Schoppernau, Schröcken und Warth, den bislang Johannes Kolasa betreute. In Bludenz sind wegen der Studienfreistellung von Kaplan Jakob Geier Aushilfslösungen nötig.

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Jakob Geier wird für den Abschluss seines Studiums freigestellt. Für die Vertretung im Seelsorgeraum Bludenz sind Aushilfslösungen mit Walter Metzler, Vilar Achille, dem Kapuzinerkloster und Roland Trentinaglia vorgesehen.VN

Weitere Veränderungen gibt es im Pfarrverband Doren, Langen, Sulzberg und Thal, wo Pater Thombelani Mzizi auf Pater Abidon Kwabe folgt, sowie im Pfarrverband Am Kumma, wo Franz Ulbing übernimmt. In Bregenz Mariahilf geht Vikar Norman Buschauer in Pension, Kaplan Christopher Illiparmbil bleibt. Für die kroatischsprachige Gemeinde ist die Nachfolge von Juarj Kostelac noch offen.

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Vikar Norman Buschauer tritt Ende August seine Pension anCaritas

“Epochaler gesellschaftlicher Wandel”

Die vielen Wechsel sind für die Diözese nicht nur eine Frage der Personalplanung. Pastoralamtsleiterin Petra Vonier-Pösel spricht von einem “epochalen gesellschaftlichen Wandel”. Bis 2030 gebe es einen Struktur- und Stellenplan, der die Verteilung von Priestern und gesendeten Seelsorgerinnen und Seelsorgern auf Pfarren und Seelsorgeräume nach transparenten Kriterien regle. Wie die Seelsorge nach 2030 organisiert werde, solle in den kommenden Jahren gemeinsam entwickelt werden.

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Petra Vonier-Pösel ist Leiterin des Pastoralamts der Katholischen Kirche Vorarlberg.Andreas Haller/Katholische Kirche Vorarlberg

Klar sei aber schon jetzt, dass sich das Berufsbild des Pfarrers verändere. “Ein Priester wird nicht mehr Priester sein können, wie das noch vor 30 Jahren möglich war”, so Vonier-Pösel. Künftig werde er stärker Menschen begleiten, die haupt- oder ehrenamtlich Verantwortung in Verkündigung und Seelsorge übernehmen. Wichtig sei, auch in Zukunft in den Kernbereichen verlässliche Ansprechpartner zu bleiben, etwa bei Lebenswenden, in Krankheit, Tod und Trauer.

91 Priester aktiv

Aktuell sind laut Diözese 91 Priester in Vorarlberg aktiv, einige davon bereits im Pensionsalter. Zehn sind unter 40 Jahren alt. Von den derzeit 54 Pfarrern sind vier jünger als 40. Unter den jungen Priestern habe rund ein Drittel Deutsch als Muttersprache, ein Drittel stamme aus Rumänien, ein weiteres Drittel aus anderen Ländern der Weltkirche.

Priester in Vorarlberg

Gegenwärtig sind laut Diözese Feldkirch 91 Priester in Vorarlberg aktiv, einige davon haben das Pensionsalter bereits erreicht. Einige von ihnen sind Ordensmänner: zum Beispiel die Einsiedler Benediktiner im Großen Walsertal, die Steyler Missionare in Dornbirn, die Franziskaner in den Klöstern in Bezau, Bludenz und Dornbirn, die Marianhiller Missionare im Vorderwald oder das Werk in Gisingen. Davon sind zehn unter vierzig Jahre alt. Als Pfarrer werden nur Priester bezeichnet, die eine Pfarre leiten – von den gegenwärtig 54 Pfarrern sind vier unter vierzig.

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