“Lieber Hitze als tagelanger Regen” – Sonne statt Schlamm zum Festivalauftakt

Statt Gummistiefeln sind heuer Sonnenhut und Sonnencreme gefragt: Mit Temperaturen von bis zu 37 Grad startet das Szene Openair in ein heißes Festivalwochenende.
Lustenau 12 Uhr am Alten Rhein in Lustenau. Die Sonne brennt schon jetzt erbarmungslos auf das Festivalgelände. Das Thermometer zeigt 33 Grad. Statt Gummistiefeln sind am ersten Tag des Lustenauer Szene Openairs Sonnenhüte und Sonnencreme die wichtigste Ausrüstung. Wo sich sonst schon zur Mittagszeit dicht an dicht Zelte aneinanderreihen, sind am ersten Tag des Szene Openair noch viele freie Plätze zu sehen.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Nur wenige Camper wagen sich bei der sengenden Mittagshitze an den Zeltaufbau. “Es ist einfach viel zu heiß”, sagt Security-Mitarbeiter Geri. “Die meisten Camper werden wohl erst gegen Abend kommen.”

Marcel, Tanja, Fabian, Stefan und Thomas haben sich bereits einen der begehrten Schattenplätze auf dem Campinggelände gesichert. “Wir kommen seit zehn Jahren zum Szene Openair, egal bei welchem Wetter”, sagt Tanja aus Memmingen. Der heimliche Headliner des Nachmittags ist für die Gruppe allerdings der Alte Rhein. “Die Hitze ist brutal, aber wir können uns dort jederzeit abkühlen. Das ist toll.”

Auch Elias (23) aus Höchst kämpft mit den Temperaturen. Sein erster Weg führt ihn direkt zur Szene-Kilbi, wo er sich mit einem großen Sack Eiswürfeln eindeckt. “Eigentlich sollte man sich gar nicht beschweren. Lieber Sonne und Hitze als tagelanger Regen wie im letzten Jahr”, sagt der Festivalfan. Für alle Eventualitäten gerüstet sind Chiara, Johanna und Rosa aus Dornbirn. “Uns ist das Wetter egal, wir haben zur Not auch Gummistiefel dabei”, sagt Chiara.



Den musikalischen Auftakt am Donnerstag macht der Vorarlberger Hip-Hop-Künstler Saynt Bleek und lockt die ersten Besucher zu den schattigen Plätzen vor der Hauptbühne.

Während im Szene-Pavillon bereits Vorarlberger Nachwuchstalente ihr Können zeigen, bringt Singer-Songwriter Anton Josef burgenländische Mundart nach Lustenau.



Die Hitze hält die Festivalbesucher nicht vom Feiern ab. Im Gegenteil: vor den Bühnen wird bereits getanzt und mitgesungen. Mit seinem neuen Song „I brauch Sun“ liefert Anton Josef schließlich den Soundtrack für den hochsommerlichen Festivalstart. „Es ist so leiwand bei euch”, ruft er in die gut gelaunte Menge.

Am späten Nachmittag zieht es die Festivalbesucher schließlich in Scharen vor die Hauptbühne: Fiddler’s Green übernehmen das Kommando. Die deutsche Folk-Rock-Band hat bereits 25 Alben veröffentlicht und begeistert mit über 200.000 monatlichen Hörern auf Spotify ihre Fangemeinde. Im Gepäck: ihr neues Album „The Green Machine“, das erste Studioalbum seit über vier Jahren. Den Abschluss des ersten Szene-Tages machen Oimara mit Bande und Seiler & Speer.


Am Abend zieht Szene-Chef Hannes Hagen erste erfreuliche Bilanz. Knapp 7000 Besucher strömten an den Alten Rhein. “Es war ein sehr entspannter Tag, wir sind alle happy und voller Vorfreude auf das restliche Wochenende”.

Alte-Rhein-Bühne
Freitag
13 Uhr: Lorena feat. Polishmaniac
13:50 Uhr: Landamann
15:20 Uhr: Vulvarine
17 Uhr: Ivo Martin
19 Uhr: Bibiza
21:15 Uhr: Zartmann
23:50 Uhr: Meute
Samstag
13 Fast Love
13:50 Finest XI
15:15 Sondaschule
17:10 Paleface Swiss
19:10 Sons of The East
21:25 Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys
00 Uhr OG Keemo














