Die ÖVP und die Dragqueen: Ein Thema, zwei Meinungen

Vorarlberg / 07.08.2026 • 15:51 Uhr
Die ÖVP und die Dragqueen: Ein Thema, zwei Meinungen
Fräulein Bürgerschreck tritt in Dornbirn auf.Fräulein Bürgerschreck

In Dornbirn sind sich die Schwarzen uneins.

Kommunikationsdefizit CitizenGO ist in Vorarlberg keine Unbekannte. Die international aktive konservative Kampagnenplattform machte hierzulande bereits gegen Schwangerschaftsabbrüche mobil. Laut dem damaligen Landesrat Daniel Zadra (41) soll sie auch hinter jener Aktion gesteckt haben, bei der Politiker rot beschmierte Plastik-Embryos zugeschickt bekamen.

Nun ist CitizenGO zurück. Diesmal mit einer Petition gegen die Kinderbuch-Lesung einer Dragqueen beim Dornbirner „Sommer im Park“. Ein gefundenes Thema für die Politik: ÖVP-Stadtparteiobmann Thomas Winsauer (47) verkündete prompt, Auftritte von Dragqueens vor Kindern abzulehnen.

Pikant: Das Programm stammt von Dornbirn Tourismus und Stadtmarketing. Politisch zuständig wäre ausgerechnet ÖVP-Stadtrat Alexander Juen (53) – wobei die Politik bei der Programmgestaltung nichts mitzureden habe. Darauf pochte wiederum Valentin Sottopietra (57), der sich gegen politische Eingriffe aussprach. Auch er: ÖVP.

Bei der Dragqueen herrscht also Klarheit. Bei der Volkspartei weniger.