Kindi Wallenmahd wird höher

Vorarlberg / 10.08.2026 • 16:30 Uhr
Kindi Wallenmahd wird höher
Der Kindergarten Wallenmahd erhält ein weiteres Stockwerk.

Bauarbeiten für neues Stockwerk am Dornbirner Kindergarten vor dem Start.

Dornbirn Die Vorbereitungen für die Erweiterung des Kindergartens Wallenmahd laufen auf Hochtouren. Das Gebäude wurde eingerüstet und die Baustelle eingerichtet. Ab Mitte August wird das bestehende Dach abgetragen, wie die Stadtverwaltung berichtet. Anschließend beginnt die Aufstockung des Kindergartens in Holzbauweise. Während der Bauarbeiten muss der Spielplatz beim Kindergarten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Mit der Aufstockung erhält der Kindergarten ein zusätzliches Geschoss. Dadurch entstehen neue Gruppenräume sowie weitere Flächen für Betreuung, Personal und den Mittagstisch. Künftig können im Kindergarten Wallenmahd bis zu sieben Gruppen betreut werden. Gleichzeitig werden bestehende Provisorien ersetzt und die räumlichen Bedingungen für Kinder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert, verspricht die Stadt.

Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Etappen. Kürzlich wurde die Photovoltaikanlage abgebaut und zwischengelagert. Nach den Abbrucharbeiten am Dach wird Ende August eine vorgefertigte Holzkonstruktion aufgerichtet. Anschließend folgen Dach- und Fassadenarbeiten sowie der Einbau der Fenster. Bis Ende November soll die Gebäudehülle weitgehend geschlossen sein. Im Winter beginnen der technische Ausbau und die Innenarbeiten. Die Übergabe des erweiterten Kindergartens ist für Ende April des kommenden Jahres vorgesehen.

Holz aus dem städtischen Wald

Kindi Wallenmahd wird höher
Die Verantwortlichen der Stadt vor Ort.

Wie bereits beim Neubau des Kindergartens vor rund 15 Jahren stammt ein wesentlicher Teil des Holzes aus dem Dornbirner Stadtwald. Der städtische Forstbetrieb hat die benötigten Bäume im Waldgebiet “Niedere”, rund 200 Meter südlich des “Kirchle”, ausgewählt, geschlägert und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Verwendet werden rund 470 Festmeter Fichtenholz für die tragende Holzkonstruktion sowie rund 30 Festmeter Eschenholz für Stiegen, Terrassen sowie die innenliegenden Wand- und Deckenverkleidungen. Insgesamt wurden dafür rund 35 Lkw-Ladungen Holz bereitgestellt.

Der städtische Forstbetrieb begleitet das Projekt dabei über die Holzernte hinaus. Die Mitarbeiter bereiten die Stämme für die Weiterverarbeitung im Sägewerk und im Holzbauunternehmen vor und sorgen dafür, dass das Material optimal genutzt werden kann. Ein Teil des Eschenholzes stammt von Bäumen, die aufgrund des Eschentriebsterbens entfernt werden mussten.

Hochbaustadtrat Christoph Waibel: “Die Aufstockung ist baulich eine anspruchsvolle Aufgabe, da während des Kindergartenbetriebs auf einem bestehenden Gebäude gearbeitet wird. Dank der Holzbauweise und des hohen Vorfertigungsgrades können wir die Bauzeit deutlich verkürzen und die Beeinträchtigungen für den Kindergarten so gering wie möglich halten.”