Betrugsversuche im Namen des Bischofs

Vorarlberg / 23.09.2026 • 11:53 Uhr
Betrugsversuche im Namen des Bischofs
Bischof Benno Elbs’ Name wurde für Betrugsversuche missbraucht.VN/paulitsch

Betrügerische Versuche im Namen von Bischof Benno Elbs sind seit dieser Woche im Umlauf.

Feldkirch Der Bischof mit einem wichtigen Anliegen im eigenen Postfach, doch die Absenderadresse passt nicht dazu. Am Montagnachmittag erhielten Priester und Mitarbeitende der Diözese Feldkirch E-Mails im Namen von Bischof Benno Elbs. Darin sollten sie offenbar dazu bewegt werden, sich in christlicher Nächstenliebe zu üben und Geld für einen guten Zweck zu überweisen, bestätigt die Diözese auf Anfrage der VN.

Die Nachrichten kamen von einer Gmail-Adresse. Offizielle E-Mail-Adressen der Diözese, auch jene des Bischofs, enden auf die Domain @kath-kirche-vorarlberg.at, betont Veronika Fehle, Sprecherin der Diözese Feldkirch: “Nachdem Priester und Mitarbeitende die betrügerischen Mails gemeldet hatten, informierten und warnten wir in unserem Intranet.”

Drei Versionen der E-Mails mit unterschiedlichen Inhalten seien bislang bekannt. Offenbar hätten die Betrüger automatisierte Bots eingesetzt, um die E-Mails in Umlauf zu bringen. Die Diözese könne nicht ausschließen, dass auch Personen außerhalb der Kirche angeschrieben wurden. Viel gegen den Versand könne man nicht tun, immerhin könne jeder ein Gmail-Konto erstellen und Mails versenden.

Bürgermeister betroffen

Gefälschte Nachrichten im Namen bekannter Personen gab es zuletzt auch in den Vorarlberger Gemeinden. In Lingenau wurden im Namen des Bürgermeisters Philipp Fasser betrügerische Mails mit dem Betreff “Dringende Anfrage” versandt. Sie wurden von einer leicht veränderten Adresse aus an einen internen Verteiler geschickt. Zwei Personen antworteten. Ein größerer Schaden sei laut Fasser gegenüber VOL.AT aber nicht entstanden; der Vorfall sei rasch geklärt worden.

Am Dienstag warnte auch die Gemeinde Au vor gefälschten Mails im Namen von Bürgermeister Andreas Simma. Als falsche Absenderadresse nannte sie a.simma.gemeinde-au@outlook.com. Die Nachrichten stammten weder von Simma noch von einer offiziellen Adresse der Gemeinde.

Die Diözese rät, keine Links in verdächtigen Nachrichten anzuklicken. Wer Zweifel hat, sollte über eine bereits bekannte Telefonnummer oder offizielle Adresse nachfragen, bevor er auf eine Bitte reagiert oder Geld überweist.

Fake-Mails: Das gilt es zu beachten

  • Absender prüfen: Endet die Adresse auf @outlook.at, @gmail.com oder @outlook.com, ist Vorsicht geboten.
  • Nicht vorschnell reagieren: Dringende Anfragen zuerst überprüfen.
  • Keine Links anklicken: Mit dem Mouseover-Trick lässt sich die tatsächliche Zieladresse eines Links prüfen.
  • Keine Anhänge öffnen: Sie können Schadsoftware enthalten.
  • Keine Daten oder Zahlungen übermitteln: Auch Gutscheincodes niemals weitergeben.
  • Im Zweifel anrufen: Die angebliche Absenderin oder den Absender über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.
  • Schon reagiert? Die Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

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