Zwei Jahre Hochwasser in Niederösterreich: Bezauer Ersthelfer kamen mit einem Geschenk

Vor zwei Jahren rückten die Bezauer zum Hochwassereinsatz ins Tullnerfeld aus. Daraus entstand eine Freundschaft – und ein besonderes Geschenk zum zweiten Jahrestag.
Bezau Im September 2024 eilten Feuerwehrleute und weitere Helfer ins niederösterreichische Tullnerfeld. Unter ihnen waren 15 Bezauer, die meisten von ihnen Mitglieder der Feuerwehr. Ihr Einsatzgebiet war Rust im Tullnerfeld, einer der acht Orte der Gemeinde Michelhausen im Bezirk Tulln. “Der Ort war stark betroffen und musste evakuiert werden”, erinnert sich Kommandant Martin Metzler.

Das Wasser stand brusthoch in den Straßen, betroffen waren auch mehrere Bauernhöfe mit ihren Tieren. Zwei Tage kämpften die Bezauer in Rust gegen das Wasser, seitdem verbindet sie eine enge Freundschaft mit den Niederösterreichern. So war eine Abordnung aus Rust auch im Juli 2026 in Bezau, als der Ort Gastgeber für das Landesfeuerwehrfest war.
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Dabei fielen ihnen auch die selbst gemachten Sitzgarnituren in der Weinlaube auf. “Sie wollten auch eine, aber wir hatten keine übrig”, erklärt Metzler – also wurde für die Freunde aus Niederösterreich einfach noch eine gebaut. Diese wurde extra aus wetterfesterem Hartholz gemacht. “So kann man sie auch vor die Kirche stellen.”

Das Organisationskomitee des Feuerwehrfestes reiste zum zweiten Jahrestag des Hochwassereinsatzes nach Rust, mit der Garnitur im Gepäck. Nach dem Sonntagsgottesdienst überreichte die Bregenzerwälder den Vertretern der Gemeinde Michelhausen, darunter Bürgermeister Bernhard Heinl, Vizebürgermeister Eduard Sanda und Gemeinderätin Sylvia Aichinger, die eigens angefertigten Möbel. Metzler spricht von einer “Riesengaude” der Empfänger. Sie soll nun vor der Kirche an die gegenseitige Wertschätzung und Verbundenheit erinnern.

Erwidert wurde die Geste der Freundschaft von Pfarrgemeinderatsobmann Josef Figl: Kurzerhand wurde von der Erntedankdekoration ein selbst gemachter Danke-Schriftzug abmontiert und den Bregenzerwäldern überreicht. “Noch liegt der bei mir, kommt aber noch ins Feuerwehrhaus”, versichert Metzler.
Hilfseinsatz der Vorarlberger
Die Bezauer gehörten zu den insgesamt rund 140 Feuerwehrleuten aus Vorarlberg, die im September 2024 in zwei Tranchen ins überschwemmte Tullnerfeld ausrückten. Insgesamt waren die Vorarlberger knapp eine Woche im Einsatz. Mit ihren leistungsstarken Pumpen halfen sie, die Wassermassen zurückzudrängen, bevor das Bundesheer ihre Aufgaben übernahm.