Zwei Unfälle in vier Wochen, zum Verwechseln ähnlich

Ein Mann ist am Samstagabend in Lingenau mit seinem Auto in ein Gebäude gekracht und wurde verletzt. Bereits vor einem Monat war dasselbe Haus Schauplatz eines ähnlichen Unfalls. Ein VN-Lokalaugenschein.
Lingenau Es ist wieder passiert: Am Samstagabend gegen 20:37 Uhr ist ein 48-jähriger Autofahrer auf der L205 zwischen Lingenau und Hittisau von der Straße abgekommen und gegen ein Gebäude geprallt. Der Mann erlitt Verletzungen und wurde ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht. Ein Alkotest verlief positiv, der Führerschein wurde vorläufig abgenommen. Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden, er musste abgeschleppt werden. Neben der Hauswand des Stallgebäudes wurden ein Zaun und Verkehrszeichen beschädigt. Die Feuerwehr Lingenau, das Rote Kreuz Bregenzerwald und die Polizei waren im Einsatz.
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Erst am 24. August war eine 29-jährige Autofahrerin ebenfalls in Richtung Hittisau unterwegs, von der Straße abgekommen und frontal gegen das leerstehende Gebäude geprallt. Sie wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizei war sie alkoholisiert, auch ihr wurde der Führerschein noch an Ort und Stelle vorläufig abgenommen.
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Der Straßenverlauf hat sich nicht geändert, auch das Gebäude selbst steht seit Jahrzehnten an der Landesstraße. Diese ist wie andere Landesstraßen in der Nacht nicht beleuchtet, ebenso wenig wie das Gebäude selbst. Die Straße hat hier einen leichten Anstieg und bildet eine langgezogene S-Kurve, das betroffene Gebäude ist damit bereits aus einer Distanz von 130 Metern im Sichtfeld. Und an der Gebäudekante ist seit mindestens sechs Jahren eine rot-weiß reflektierende Warntafel.

“Ein bisschen lästig ist es schon”, räumt ein Anrainer bei einem VN-Lokalaugenschein ein. Eine Erklärung abseits der im Raum stehenden Alkoholisierung hat er jedoch auch nicht, warum sich gerade jetzt hier Unfälle häufen. Aus seiner Sicht handelt es sich um keine Engstelle, auch die Straßenführung selbst erlaube eine angemessene Geschwindigkeit. Man habe lange Ruhe gehabt, nun aber zwei Unfälle in wenigen Wochen. Das Gebäude habe die Unfälle jedoch bislang relativ gut weggesteckt, und es seien bislang keine unbeteiligten Personen gefährdet gewesen, weshalb die eigenen Unannehmlichkeiten bislang überschaubar waren.


Eine ähnliche Situation gab es zuletzt auch in Höchst: Ein Wohnhaus in einer Kurve der Landstraße wurde allein diesen Sommer bereits zweimal von einem Auto beschädigt.