Unordnung in Wäldern schützt Artenvielfalt

Welt / 08.11.2020 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Forscher registrierten negative Folgen von Aufräumarbeiten nach Stürmen. APA
Forscher registrierten negative Folgen von Aufräumarbeiten nach Stürmen. APA

Bern Werden Bäume nach Stürmen, Bränden oder einem Borkenkäferbefall nicht weggeräumt, sprießt und gedeiht eine große Vielfalt an Pflanzen und Insekten. Das haben Schweizer Forscher gemeinsam mit Kollegen anhand einer weltweiten Datensammlung herausgefunden. Das Fazit der Forschenden: 90 Prozent des Artenreichtums blieben erhalten, wenn nur 75 Prozent eines betroffenen Waldgebietes nicht aufgeräumt wurden. Ließ man nur die Hälfte eines gestörten Waldes unangetastet, ging etwa ein Viertel der Arten verloren, wie sie im Fachmagazin “Nature Communications” berichten.

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) schaute sich Wälder nach natürlichen Störungen aus aller Welt an. Sie überprüften, wie es sich auf die Artenvielfalt auswirkt, wenn der Mensch nach natürlichen Störungen aufräumt.

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