Brückeneinsturz von Genua: Ex-Manager unter Hausarrest

Welt / 11.11.2020 • 22:37 Uhr
Im August ist der Neubau unter dem Namen Brücke San Giorgio eingeweiht worden. AFP
Im August ist der Neubau unter dem Namen Brücke San Giorgio eingeweiht worden. AFP

Genua Mehr als zwei Jahre nach dem tödlichen Brückeneinsturz in der italienischen Stadt Genua ist die Polizei gegen sechs ehemalige und aktuelle Manager des Autobahnbetreibers vorgegangen. Drei Personen seien unter Hausarrest gestellt worden, teilte die Finanzpolizei mit. In drei Fällen seien andere juristische Einschränkungen verhängt worden, wozu etwa Tätigkeitsverbote gehören können. Die Ermittlungen seien ein Seitenstrang der Hauptuntersuchung zum Einsturz. Die Ermittler erläuterten, es bestehe der Verdacht des Angriffs auf die Verkehrssicherheit und des möglichen Betrugs. Konkret gehe es um Schallschutz-Elemente. Sie hätten aus Sicherheitsgründen ersetzt werden müssen, das sei verzögert worden.

Beim Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke am 14. August 2018 stürzten Autos und Lastwagen in die Tiefe. 43 Menschen starben.