Umweltsatellit “Sentinel 6” mit präzisem Blick auf die Meere

Welt / 19.11.2020 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Mit “Sentinel 6 ” wollen Forscher präziser als je zuvor auf die Ozeane schauen.

Darmstadt Der Anstieg des Meeresspiegels zählt zu den größten Bedrohungen durch den Klimawandel. Um diesen Anstieg zu vermessen und zu kartieren, wollen Forscher mit einem neuen Erdbeobachtungssatelliten präziser als je zuvor auf die Ozeane schauen. „Sentinel 6 Michael Freilich“ scannt innerhalb von zehn Tagen 95 Prozent der globalen Meeresoberfläche – aus einer Höhe von mehr als 1300 Kilometern mit einer Genauigkeit unter einem Millimeter. Morgen, Samstag, soll der Satellit starten. Erdbeobachtungssatelliten gibt es schon seit Jahrzehnten. „Aber Sentinel 6 hat ein neues Radar an Bord, mit einer höheren Präzision, das noch genauer einen Anstieg des Meeresspiegels wird messen können“, sagt der aus Österreich stammende Direktor für Erdbeobachtungsprogramme bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA, Josef Aschbacher. Im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus wird der Satellit von einem neuen Kontrollzentrum der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsat, von Darmstadt aus gesteuert.

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