Mob beschießt Polizei mit Pyro

Welt / 01.01.2021 • 22:40 Uhr
Nachdem es in der Silvesternacht zu etlichen Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik in der Gegend um den Reumannplatz gekommen war, rückte die Polizei aus. APA
Nachdem es in der Silvesternacht zu etlichen Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik in der Gegend um den Reumannplatz gekommen war, rückte die Polizei aus. APA

Zahlreiche Sachbeschädigungen in Favoriten. “Allahu Akbar”-Rufe der Randalierer.

Wien In der sonst recht ruhigen Silvesternacht ging es in Wien-Favoriten wild zu: Nachdem es zu etlichen Sachbeschädigungen durch pyrotechnische Gegenstände in der Gegend um den Reumannplatz gekommen war, rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus. Der Mob beschoss Beamte mit Raketen bzw. Böllern, es kam zu neun vorübergehenden Festnahmen. Zahlreiche „Allahu Akbar“-Rufe sollen zu hören gewesen sein. Kritik kommt von der FPÖ. Wie die APA erfuhr, wurden auch brennende Gegenstände in Richtung der Polizisten geschleudert. Die pyrotechnischen Gegenstände sollen die doppelte Sprengkraft einer scharfen Handgranate gehabt haben. Auch ein Funkwagen wurde mit Pyrotechnik unter Beschuss genommen, ein Christbaum wurde mit brennbarer Flüssigkeit übergossen. Die Täter ergriffen die Flucht. Zwei Verdächtige, ein 16-jähriger und ein 21-jähriger Syrer, wurden aber in einem Haus angehalten. In einer in dem Gebäude befindlichen Wohnung traf die Polizei weitere Personen an, die an den Randalen beteiligt gewesen seien sollen – zwei Österreicherinnen (14 und 15), zwei Iraker (20 und 22) und drei Syrer (23, 27 und 29 Jahre alt).

Der 21-Jährige soll im Zuge der Vorfälle mit einem zu einem Rammbock umfunktionierten Abfallkübel einen Einbruch bei einem Juwelier versucht haben. Im Gegensatz zu den anderen Verdächtigen blieb er in Polizeigewahrsam. Die Sachschäden dürften hoch sein. Es gingen zahlreiche Scheiben zu Bruch, Müllkübel, Zeitungsständer, Bänke und Kaugummiautomaten wurden gesprengt. „Durch das konsequente Einschreiten der Polizei konnten die Ereignisse beendet, weitere Straftaten verhindert und zahlreiche Tatverdächtige festgenommen werden“, bilanzierte der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat die Randale verurteilt.