Katastrophale Überflutungen

Welt / 21.03.2021 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch in den nächsten Tagen soll der Regen anhalten. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen.   Reuters
Auch in den nächsten Tagen soll der Regen anhalten. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen.   Reuters

Schlimmste Überschwemmungen seit Jahrzehnten im Osten Australiens.

Sydney Tagelanger Starkregen hat im Osten Australiens die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten und die Evakuierung ganzer Ortschaften ausgelöst. Die Behörden stuften am Sonntag die Lage in Teilen des Bundesstaats New South Wales als Naturkatastrophe ein und ließen Menschen nachts aus ihren Häusern in Sicherheit bringen. „Leider erleben Teile der Küste im mittleren Norden eine Situation, wie es sie nur einmal in 100 Jahren gibt“, sagte die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten australischen Bundesstaats, Gladys Berejiklian, auf einer Pressekonferenz. Für einen knapp 900 Kilometer langen Streifen entlang der Ostküste gab der Meteorologische Dienst wegen des anhaltenden Starkregens und stürmischer Winde eine Unwetterwarnung aus. Auch das Hinterland im Westen Sydneys war betroffen: Dort schwappten die Wassermassen über einen Damm, der die Wasserversorgung der Millionenmetropole sichert. In der gut 200 Kilometer weiter nördlich gelegenen Gemeinde Mondrook wurde ein ganzes Haus von den Fluten aus seinem Fundament gehoben und weggeschwemmt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Regenfälle dauern an

Berichte über Todesopfer gab es trotz der dramatischen Lage zunächst nicht. Doch das könnte sich ändern, denn der Blick auf die Wetterprognosen verheißt wenig Gutes – im Gegenteil: Meteorologen fürchten, dass es auch in den kommenden Tagen weiter heftig regnen wird. Daher wird mit weiteren Evakuierungen gerechnet. In ganz New South Wales sind 13 Notunterkünfte eröffnet worden. Behördenvertreter riefen Bürger auf, nicht durch überschwemmte Gebiete zu fahren. Sonst könnten sie leicht von den starken Strömungen fortgerissen werden.

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