Spanische Polizei zerschlägt Prostitutionsring

Welt / 18.01.2022 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

madrid Die spanische Polizei hat einen großen Menschenhändlerring zerschlagen.

Polizeipräsident Carlos Rio-Miranda Iglesias teilte gestern mit, die organisierte Bande habe Frauen aus China in Spanien zur Prostitution gezwungen. Die Frauen seien zuvor in China von Kontaktpersonen angesprochen und mit gut bezahlten Jobs in Europa nach Spanien gelockt worden. Jede Frau zahlte für den Transfer zwischen 8000 und 10 000 Euro.

Pässe abgenommen 

Nachdem die Chinesinnen in Spanien angekommen waren, wurde ihnen jedoch gesagt, sie hätten jetzt Schulden bei der Bande. Ihnen wurden daraufhin die Pässe abgenommen und sie wurden anschließend unter unhygienischen Bedingungen in Wohnungen festgehalten und gezwungen, 24 Stunden am Tag als Prostituierte zu arbeiten, wie Rio-Miranda Iglesias auf einer Pressekonferenz sagte. Wer sich widersetzte, sei unter Drogen gesetzt geworden. Die Wohnungen befanden sich den Polizeiangaben zufolge in der Hauptstadt Madrid und weitere in den nordspanischen Städten Saragossa und Bilbao.

Die Polizei war einem anonymen Hinweis nachgegangen und konnte daraufhin 63 Personen festnehmen – 60 chinesische Staatsbürger, zwei Spanier und einen Pakistani. Die mutmaßliche Bandenchefin in Spanien war ebenfalls eine Chinesin, die wahren Bosse der Menschenhändlerringe werden jedoch in China vermutet.

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