Erste Hilfsflüge können landen

Welt / 19.01.2022 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Neuseeland hat zwei Schiffe geschickt, von denen eines 250.000 Liter Wasser und eine Anlage an Bord hat, die täglich 70.000 Liter Wasser entsalzen kann. Reuters
Neuseeland hat zwei Schiffe geschickt, von denen eines 250.000 Liter Wasser und eine Anlage an Bord hat, die täglich 70.000 Liter Wasser entsalzen kann. Reuters

Das ganze Ausmaß der Katastrophe nach Eruption auf Tonga weiterhin unklar.

Nuku‘alofay Erste gute Nachrichten seit dem Vulkanausbruch vor der Küste Tongas: Ab heute, Donnerstag, könnten die ersten Hilfsflüge in dem Pazifikstaat landen. Die Landebahn des Flughafens auf der Hauptinsel Tongatapu sei wieder freigeräumt, sagte UN-Krisenkoordinator Jonathan Veitch am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Erste Hilfsschiffe aus Neuseeland dürften dann am Freitag eintreffen. Auch die internationale Kommunikation wurde teilweise wiederhergestellt.

Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai am Samstag war einer der schwersten seit Jahrzehnten und noch im weit entfernten Alaska messbar. In weitem Umkreis im Pazifik gingen Asche und saurer Regen nieder. Die Eruption führte zu Tsunamiwellen, die noch an weit entfernten Küsten von Japan bis in die USA registriert wurden. Das ganze Ausmaß der Zerstörungen war auch am Mittwoch unklar.

Wasserversorgung beeinträchtigt

Die mit der Lage sichtlich überforderte Regierung sprach von einer „noch nie da gewesenen Katastrophe“. Sie bestätigte UN-Angaben, wonach eine bis zu 15 Meter hohe Welle mehrere Inseln traf, darunter auch die Hauptinsel Tongatapu. Auf einigen abgelegenen Inseln seien fast alle Häuser zerstört. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Praktisch alle 100.000 Einwohner Tongas sind demnach betroffen. Die Vulkanasche und das Salzwasser des Tsunamis beeinträchtigten die Wasserversorgung, die Bevölkerung ist dringend auf Trinkwasser und Lebensmittel angewiesen. Bei dem Vulkanausbruch wurde auch ein wichtiges Unterwasserkommunikationskabel unterbrochen, das Tonga mit dem Rest der Welt verbindet. Nachrichten von der Insel konnten fast nur über Satellitentelefone der ausländischen Botschaften übermittelt werden. Die Kommunikation wurde am Mittwoch allerdings teilweise wiederhergestellt.

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